Reiseinformationen Myanmar (Burma / Birma)

Ausschnitt Umrechnungstabelle Myanmar

Reisejahr / Stand: 2014

Myanmar ist ein wunderbares Reiseland. Bei der Organisation einer Reise zeigen sich jedoch einige Besonderheiten. Diese habe ich hier zusammengestellt, um allen einen Überblick zu geben, die an einer Reise in dieses faszinierende Land interessiert sind.

  1. Individualreise oder Gruppentour
  2. Einreise
  3. „Hallo“ auf burmesisch
  4. Klima
    1. Kleidung
  5. Geld
    1. Kyat und ATMs
    2. US-Dollar
    3. Euro
    4. Rückgeld
  6. Hotels / Unterkünfte
    1. Hostels
  7. Strom
    1. Stecker / Adapter
    2. Stromausfälle
  8. Internet
  9. Telefonieren
  10. Fortbewegung
    1. Verkehr
    2. Barrierefreiheit / Rollstuhlfahrer
    3. Fußgänger
    4. Flugzeug
    5. Bus
    6. Taxi
    7. Zug
    8. Boot
  11. Links

Individualreise oder Gruppentour

Beides ist ohne Probleme möglich. Es gibt Gerüchte, denen zu Folge man nicht individuell nach Myanmar reisen kann. Das stimmt nicht. Es gibt keine Probleme.

Einreise

Für die Einreise benötigt man zwingend ein Visum. Es ist maximal 28 Tage lang gültig. Deutsche müssen das Visum im Voraus beantragen. Wir haben es innerhalb von einer oder zwei Wochen bekommen. Dennoch sollte man genügend Zeit bei der Organisation einplanen. Soweit ich gehört habe, kann sich die Ausstellung des Visums auch verzögern. Genauere Informationen zum Myanmar-Visum gibt es in meiner Visums-Tabelle. Hier findest du auch Visumsbestimmungen für andere asiatische Länder.

Die Ein- und Ausreise ist sowohl auf dem Luft- als auch auf dem Landweg möglich. Internationale Flughäfen sind in Yangon, Mandalay, Naypyidaw und Mawlamyine. Der Landweg ist für Touristen ausschließlich an vier Grenzübergängen zu Thailand geöffnet. Diese sind:

  1. Tachilek – Mae Sai
  2. Kaw Thoung – Ranong
  3. Myawady – Mae Sot
  4. Hteekhee – Phunaron

Die Landesgrenzen von Myanmar sind erst seit Dezember 2013 wieder geöffnet.

Ich habe in einem Forum gelesen, dass die Überziehung des Visums aktuell wenig Probleme macht. Pro überzogenem Tag soll man 3 USD bezahlen. Ich würde das nicht ausprobieren und rate davon ab. Hotels fordern beim Check-In den Reisepass mit Visum an und kopieren beides.

„Hallo“ auf burmesisch

Die meisten Burmesen sind unheimlich freundlich und interessiert an Ausländern. Man wird oft von Fremden auf der Straße gegrüßt. Hallo bedeutet hier „Mingalar bar“. Das Wort sollte man sich unbedingt merken.

Klima

Wir waren im Januar in Myanmar. Es war knallheiß. Allerdings kühlt die Temperatur in den meisten Städten nachts stark ab, zum Beispiel in Mandalay, Bagan, Mawlamyine und Nyaung Shwe. In Nyaung Shwe muss man sich morgens und abends auf frostige Temperaturen einstellen. Der große Vorteil davon ist, dass tagsüber die Luft klar ist und nicht so drückt, wie beispielsweise in Bangkok.

Kleidung

Man benötigt in einigen Fällen lange Kleidung. Eine Jacke braucht man in Myanmar allerdings nicht zwingend. In bestimmten Regionen oder Situationen empfiehlt sich eine Jacke, etwa in einem Nachtbus, sehr früh morgens auf Schiffen oder in der Stadt Mrauk U. Wir waren ohne Jacke in Myanmar unterwegs. Da wir weder in Mrauk U, noch in einem Nachtbus waren, sind wir auch wunderbar ohne ausgekommen.

Überlebenskleidung aus dem Outdoor-Geschäft ist auch nicht nötig. Für einige Sehenswürdigkeiten muss man seine Beine bedecken, zum Beispiel für die Shwedagon Pagode in Yangon. Da das Wäsche Waschen in vielen Hotels pro Kleidungsstück abgerechnet wird, ist es hier extrem teuer. Es macht auf jeden Fall Sinn mehrere (vielleicht drei) lange Hosen und mindestens zwei lange Pullover mitzunehmen. Außerdem ist es ratsam wegen der teuren Wäsche genug andere Kleidung dabei zu haben.

Ich habe mittlerweile relativ häufig von Deutschen gehört, dass Burmesen es als Problem bzw. als respektlos ansehen würden, wenn jemand kurz gekleidet ist. Das ist nicht richtig. Es gibt bestimmte Sehenswürdigkeiten, an denen man seine Beine bedecken muss. Aber auf den Straßen kann man kurz bekleidet sein. Ich habe mich dazu in einem Hotel erkundigt. Außerdem sieht man auch viele Burmesen und Burmesinnen kurz gekleidet auf der Straße, sei es mit einem (Mini-)Rock, einer kurzen Hose, einer Badeshorts oder einem Longyi, der kurz zusammengesteckt wird. Viele Burmesen tragen allerdings lange Kleidung, weil sie einen Sonnenbrand vermeiden möchten.

Wer gerne lang begleitet sein möchte, dem empfehle ich diese leichten Ballonhosen, die man in Kambodschas Touristengegenden an jeder Ecke kaufen kann. So kommt man mit langer Hose nichts ins Schwitzen. Die Hosen kann man auch einfach situationsbedingt über einer kurzen Hose tragen.

Geld

Update 1. November 2015: Gemäß Medienberichten soll ab dem 1. November 2015 in Myanmar ein offizielles Verbot für ausländische Währungen gelten. Ab diesem Tag soll die einzige akzeptierte Währung der Kyat sein. Außerdem soll die Bezahlung via Kreditkarte vorangetrieben werden.

Kyat und ATMs

Die einheimische Währung ist Kyat. In Yangon und Mandalay gibt es genügend Geldautomaten (ATMs). In vielen anderen Städten sind diese noch Mangelware. Es gibt zum Beispiel keine Geldautomaten in Neu Bagan, dafür stehen aber welche in der benachbarten Stadt Nyaung U. An den Flughäfen von Nyaung U und Heho gibt es keine Geldautomaten. In Nyaung Shwe gibt es wenige Geldautomaten. Da der Ort recht klein ist, reichen diese jedoch aus.

Viele Geldautomaten in Myanmar sind ganz neu und haben noch ihre Kinderkrankheiten. Zum Beispiel steht an vielen ATMs, dass sie Maestro-Karten akzeptieren. Mit meiner Maestro-Karte konnte ich allerdings nirgendwo Geld abheben. Viele Geldautomaten fallen häufig aus oder funktionieren noch nicht. Manche scheinen auch zu funktionieren und tun es dann doch nicht. Man sollte also unbedingt immer genug Bargeld-Rücklagen dabei haben.

Die folgende Tabelle zeigt ein paar Beispiele für Kosten und die Umrechnung in Euro. Generell gilt EUR 1 = ca. Kyat 1.350.

EinsatzPreis in KyatUmgerechnet in Euro
Busfahrt in Yangon2000,15
Flasche Wasser (1l)3000,22
Fahrt mit dem Motorbike-Taxi500-1.0000,37-0,74
Mittag- bzw. Abendessen auf der Straße500-1.5000,37-1,11
Mittag- bzw. Abendessen im Restaurant1.000-5.0000,74-3,71
Busfahrt Yangon-Bago2.0001,48
Fahrrad leihen im Bago Star Hotel2.000-3.0001,48-2,23
Eintritt Kok Goon Höhle3.0002,23
Eintritt Shwedagon-Pagode8.0005,93
Bootsfahrt auf dem Inle-See15.00011,13

Die Umrechnung erfolgte mit dem Yahoo! Währungsrechner am 23. Januar 2014.

Es gibt kein Münzgeld in Myanmar. Zumindest haben wir nie welches gesehen.

Ein kleiner Tipp: Achte darauf, dass du deine Myanmar Kyats zum Ende deines Urlaubs ausgibst oder in Bangkok oder Malaysia tauschst. Ich habe versucht, unsere Kyats in Deutschland bei der Bank zu tauschen. Dort wurde die Währung abgelehnt. Auch auf der thailändischen Insel Koh Lanta wurden wir nur ungläubig angeguckt, als wir versuchten Kyats gegen Baht einzutauschen.

US-Dollar

Für manche Fälle wird explizit nach USD statt Kyat gefragt. Hier ein paar Beispiele:

Interessanterweise geht jedes dieser Beispiele an Unternehmen, die der Regierung gehören oder Geld an die Regierung zahlen müssen. Bustickets werden in Kyat abgerechnet. Die Schalter zur Einreise für Bagan und Nyaung Shwe (Inle-Area) haben eine begrenzte Öffnungszeit. Dadurch kann man die Ticket-Gebühr umgehen, indem man nachts in die Städte fährt.

Ganz wichtig: Die US-Dollar-Noten müssen absolut neu sein. Das ist kein Witz. Es darf kein Knick, keine Falte und auf keinen Fall ein Riss in einer Dollar-Note sein. Die Dollar-Noten werden einzeln angeschaut und genau überprüft. Wir wussten das vorher und haben bei der Bank neue Dollar-Noten angefragt. Folgende Scheine wurden dennoch wegen kleiner Risse abgelehnt.

Abgelehnte Dollar-Noten in Myanmar
Abgelehnte Dollar-Noten in Myanmar

Euro

Die Einreisetickets für Bagan und Nyaung Shwe kann man auch in Euro bezahlen. Allerdings rechnen Burmesen den einfachen, aber unvorteilhaften Wechselkurs 1 USD = 1 EUR. Es macht folglich Sinn genug USD-Noten dabei zu haben.

Rückgeld

Man bekommt Rückgeld in derselben Währung, in der man für etwas bezahlt.

Hotels / Unterkünfte

Es gibt recht wenige Hotels im Vergleich zur Anzahl an Touristen, die mittlerweile nach Myanmar reisen möchten. Deswegen haben sich die Übernachtungspreise in den letzten Jahren vervielfacht ohne dass sich der Standard erhöht hat. Wenn man sich an Tripadvisor-Bewertungen oder Reiseführern orientiert, die vor 2013 geschrieben wurden, findet man jetzt im Vergleich Preise, die zwei- oder dreimal so hoch sind. Das Preis-Leistungs-Verhältnis lässt sich nicht mit anderen südostasiatischen Ländern, wie zum Beispiel Vietnam oder Thailand vergleichen. Das Frühstück besteht bei den meisten Hotels ausschließlich aus Weißbrot-Toast und Gelee.

Ganz wichtig: Man sollte Hotels vorher buchen. Viele Hotels sind ausgebucht. Ausnahmen für diese Regel sind weniger touristische Bereiche, wie Bago und Hpa-An. In Hpa-An haben wir zwei Mal einen sehr guten Rabatt in einem wirklich schönen Hotel bekommen, weil es immer noch Zimmer frei hatte.

Hier geht es zu meinen Hotel-Empfehlungen für Myanmar.

Hostels

Wir sind bei unserer Recherche vor der Reise auf keine Hostels gestoßen und haben vor Ort nie welche gesehen. Es gibt aber ein paar wenige. In einem Kommentar habe ich erfahren, dass es in Yangon fünf Schlafsäle gibt und in Neu-Bagan einen. Preislich liegen sie gemäß Kommentar zwischen 9 und 13 Euro.

Strom

Stecker / Adapter

Mit deutschen Steckern benötigt man in Myanmar keinen Adapter. Manche Steckdosen greifen nicht so gut, sodass der Stecker ein bisschen schräg in der Dose hängt. Der Strom läuft aber trotzdem durch.

Stromausfälle

Stromausfälle kommen ziemlich häufig vor. Bei uns ist alle zwei oder drei Tage der Strom ausgefallen. Tagsüber ist das nicht so schlimm, weil es sehr hell ist. Die Stromausfälle dauern meistens nicht länger als ein paar Minuten. In Nyaung Shwe ist täglich der Strom ausgefallen. Einmal hat auch die Regierung den Strom abgestellt, vermutlich wegen Bauarbeiten. Näheres weiß ich nicht. Zu der Zeit war der Strom dann für etwa sechs Stunden weg.

Internet

Alle unsere Hotels haben freies WLAN angeboten. Die Internetverbindung in Myanmar ist sehr schlecht. Sie bricht oft ab oder es dauert Ewigkeiten bis eine Seite geladen ist. Am besten war das Internet im Cinderella Hotel in Mawlamyine. Dort war es auf deutschem Standard. Am schlechtesten war es im Hotel Angels Land in Hpa-An. Wenn überhaupt hat das Internet mit Unterbrechungen und sehr langsam in der Lobby funktioniert. (Dennoch war das Hotel besser als Cinderella.)

Telefonieren

Es gibt in Myanmar (zumindest für deutsche SIM-Karten) kein internationales Roaming. Man kann mit einer deutschen SIM-Karte in Myanmar weder telefonieren noch SMS schreiben oder empfangen. Da es aber in vielen Hotels WLAN gibt, kann man SMS-ähnliche Dienste wie Whatsapp, Apple Nachrichten zwischen iPhones, Facebook Nachrichten usw. verwenden. Gleiches gilt für Skype. Die Internetverbindung ist allerdings meist so langsam, dass Skypen ziemlich anstrengend werden könnte. Zudem gibt es üblicherweise die Möglichkeit im Hotel zu telefonieren. Wenn man ein Inlandsgespräch führen möchte, ist dies meist kostenfrei oder mit sehr geringen Kosten verbunden. Gespräche in andere Länder sind sehr teuer. In manchen Hotels kann man eine Telefonkarte kaufen, um in andere Länder zu telefonieren. Außerdem gibt es, gemäß Kommentar, in Yangon SIM-Karten für 25 US-Dollar mit denen man international telefonieren kann.

Fortbewegung

Die unten aufgeführten Verkehrsmittel sind die gängigsten Methoden von einer Stelle zur anderen zu kommen. Nicht aufgeführt sind ausgeliehene Fahrräder, Heißluftballons und Pferdekutschen. Diese Verkehrsmittel werden üblicherweise nur zum Sightseeing eingesetzt.

Verkehr

In Myanmar gilt die Regel: Erstmal hupen. Es wird einfach immer gehupt. Wer hupt hat Vorfahrt. Wer hupt will überholen. Fußgänger werden ständig angehupt, auch wenn sie nur an der Seite stehen. In Myanmar herrscht Rechtsverkehr, obwohl alle Autos, LKW und ein paar Busse das Lenkrad auf der rechten Seite haben. Das macht es dem Fahrer natürlich schwer zu überholen und alles im Blick zu haben. Will ein Fahrer überholen, fährt er relativ weit nach links rüber und hupt den Vordermann an. Wenn dieser blinkt, bedeutet das, dass die Gegenspur frei ist und das Auto überholen kann. Blinkt er nicht, sondern hupt, bedeutet das, dass er nicht überholen kann, weil auf der Gegenfahrbahn jemand kommt. Maren hat das durch Beobachtung herausgefunden.

Der Grund: Myanmar war bis 1948 eine Britische Kronkolonie und hatte somit Linksverkehr und Lenkräder auf der rechten Seite. Der späterer Staatschef Ne Win stellte 1970 spontan wegen eines Traumes auf Rechtsverkehr um. Die Autos waren dafür nicht umgerüstet. Da Myanmar vor allem Gebrauchtwagen aus Japan importiert, wo Linksverkehr herrscht, ist das bis heute so.

Barrierefreiheit / Rollstuhlfahrer

Myanmar ist überhaupt nicht Rollstuhlfahrer-gerecht. Ein kleines Hindernis: Viele Hotels haben keine Aufzüge. Das größere Hindernis: Die Straßen sind oft völlig kaputt, der Bürgersteig besteht, wenn vorhanden, aus schief aneinander liegenden Platten mit Löchern. Aufgerissene Stellen, kleine Holzbretter und viel Müll und Dreck säumen den Fußgängerweg. Ist man in Städten wie Neu-Bagan oder Hpa-An unterwegs, bewegt man sich meist auf Erde und Sand. Hier hinterlassen Fahrzeuge in der Regenzeit ihre Spuren. Steine liegen querbeet herum.

Ich habe nie einen Burmesen mit Rollstuhl gesehen, aber selten welche mit Gehhilfen. Insgesamt habe ich genau eine Touristin mit einem Rollstuhl gesehen. Sie war am Flughafen in Yangon.

Ausschließlich Hotels mit Fahrstuhl zu buchen ist kein großes Problem. Ich würde dies vor der Buchung auf jeden Fall checken.

Wenn man die Möglichkeit hat, sich mit Gehhilfen zu bewegen, kann man Myanmar gut erkunden. Allerdings muss man gut aufpassen, wenn man die Straße überquert. Ist man auf den Rollstuhl angewiesen, kann man immer noch Tuk Tuks und Taxis nutzen. Das ist zwar teuer, aber viele Touristen bewegen sich offenbar fast ausschließlich mit diesen Verkehrsmitteln. Die Burmesen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Ich bin sicher, dass sie versuchen werden, Menschen mit Behinderungen den Aufenthalt so angenehm und einfach wie möglich zu machen.

Die einfachste und bequemste Alternative ist dennoch vermutlich das Reisen in einer betreuten Reisegruppe.

Für Informationen aus erster Hand, siehe den Kommentar von Andreas.

Fußgänger

Fußgängerampeln gibt es so gut wie nicht. Zebrastreifen werden von Autofahrern ignoriert. Autos bremsen auch nicht für Fußgänger. Bei einer dicht befahrenen Straße ist es am sinnvollsten, sich immer weiter vorzutasten. Dabei wird man natürlich angehupt. Aber egal.

Flugzeug

Für Inlandsflüge stehen ausschließlich inländische Fluglinien zur Verfügung, etwa Air Mandalay, Air Bagan, Yangon Airways oder KBZ. Myanma(r) Airways ist staatlich. Das Geld geht an die Regierung. Bei den anderen Fluglinien bin ich nicht sicher, in welchen Händen diese sind und wie viele Gelder diese an die Regierung bezahlen müssen.

Die Tickets kann man vor Ort bei Büros der Fluggesellschaften oder in Reisebüros kaufen. Wenn man eine Gruppenreise macht, werden die Flugtickets für einen organisiert. Reist man individuell, kauft man die Tickets einfach vor Ort. Online-Buchungen und -Bezahlung sind nicht möglich. Aber man kann zum Beispiel auf der Website von Air Mandalay Flugtickets reservieren, die man vor Ort bezahlt und abholt. Flugtickets werden in USD bezahlt. Wir haben mit der Fluglinie Air Mandalay ausschließlich gute Erfahrungen gemacht und würden diese bei Bedarf wieder buchen. Mit den anderen Airlines haben wir keine persönlichen Erfahrungen.

Bus

Busse gehören privaten Unternehmen. Das Reisen mit dem Bus gestaltet sich unproblematisch und sehr günstig. Bei weiten Strecken sollte man sich vorher am besten ein Ticket organisieren. Das Hotelpersonal kann hier helfen. Günstiger ist es meist, wenn man direkt zu einem Bus-Service geht. Viele Fernbusse bieten einen Abhol-Service am Hotel an. Wenn man Glück hat, lässt einen der Bus auch in der Nähe des Ziel-Hotels heraus. Gerade für kürzere Strecken eignen sich Busse sehr gut. Da die Klimaanlage üblicherweise extrem kalt eingestellt ist, ist es nicht falsch sich einen Pullover mitzunehmen.

Taxi

Es gibt drei verschiedene Arten von Taxis in Myanmar:

  • Auto-Taxi
  • Motorbike-Taxi / Mopeds
  • Tuk Tuks

Das Motorbike ist die günstigste Alternative. Das Angebot übersteigt die Nachfrage. Dadurch hat man eine gute Verhandlungsgrundlage. Es ist auch möglich zu zweit auf einem Motorbike mitzufahren und dabei die Hälfte zu sparen. Es gibt auch Motorbikes, die einen Beiwagen haben, auf dem zwei Personen + Gepäck mitfahren können. Das haben wir allerdings nur in Mawlamyine gesehen.

Taxifahrer nerven einen meistens bereits am Flughafen. Achtung: Manche Fluggesellschaften, zum Beispiel Air Asia, bieten einen kostenfreien Shuttlebus in die Innenstadt an. Am besten schaut man erst mal, ob das der Fall ist und geht erst dann in die Verhandlung mit Taxifahrern. Wenn Taxifahrer nicht mit sich Handeln lassen möchten, hilft es einfach abzusagen und Richtung Straße zu gehen. In diesem Fall läuft einem an Flughäfen und Busstationen in 100% der Fälle ein Fahrer hinterher, der einem einen günstigeren Preis gibt. Durch diese Technik stellt sich auch oft heraus, dass es doch ein großes Taxi gibt, das man sich mit anderen Reisenden teilen kann, nachdem diese Möglichkeit vehement abgestritten wurde.

Tuk Tuks sind nicht mit denen in Bangkok vergleichbar. Sie sind deutlich unbequemer und windiger als ihre Nachbarn. Trotzdem sind sie natürlich sicherer als ohne Helm auf einem Moped mitzufahren. Preislich liegen Tuk Tuks zwischen Motorbikes und Taxis.

Zug

Die burmesischen Züge sind in staatlichen Händen. Tickets sind in USD zu bezahlen. Die Bahnen sind recht langsam. Ich glaube, es gibt keine Vorteile gegenüber Bussen.

Boot

Boote sind langsamer als Busse und deutlich teurer. Außerdem kann es ziemlich zugig werden, weswegen man am besten lang bekleidet aufs Wasser geht. Der große Vorteil an Booten ist natürlich, dass man durch wunderschöne Landschaften fährt. Es ist beispielsweise möglich, sich bei Soe Brothers ein Boot von Hpa-An nach Mawlamyine zu reservieren.

Links

Die oben gegebenen Informationen gebe ich aus eigener Erfahrung. Ich habe mich vor unserer Reise nach Myanmar auf anderen Websites über die einzelnen Destinationen und Organisatorisches informiert. Diese Websites haben mir geholfen:

Außerdem:

  • REISE & PREISE (Aug.-Okt. 2013) Burma: Die Zukunft hat begonnen
  • Food and Travel (Jun.-Jul. 2013) Myanmar erwacht (An dieser Stelle: Danke an Marens Vater, der dieses wertvolle Stück in einem Wartezimmer gefunden hat.)

12 Kommentare zu “Reiseinformationen Myanmar (Burma / Birma)”

  1. Wow, ich bin begeistert. Super Blog den du hier schreibst!
    Viel Spaß euch noch auf eurer Reise.

    1. Vielen Dank. Ich sehe, du hast auf deiner Website auch Informationen zu Myanmar. Ich schau gleich mal rein.

  2. Betreffend der Fluggesellschaften, ich habe gelesen, dass die nationale Myanmar Airways staatlich sei, die Myanmar Airways International international (staatlich??) und dass Air Bagan, Air Mandalay privat seien. Und dass Air Yangon 2011 keine neue Fluglizenz erhalten haben soll?
    http://en.wikivoyage.org/wiki/Myanmar
    http://wikitravel.org/de/Myanmar#Flugzeug

    1. Hi Stephanie,
      Yangon Airways fliegt ganz bestimmt. Denn ich habe Maschinen der Airline auf den Flughäfen, sowie Passagiere mit Yangon Airways Tickets gesehen. Außerdem meine ich, das Office der Airline direkt in der Nähe des Air Mandalay Offices in Mandalay gesehen zu haben. Auf der Website ist auch ein Buchungsformular. Evtl. galt die Info auf Wikitravel nur für 2011 und ab 2012 oder später hatten sie die Lizenz zurück?

      Falls du Sorgen wegen der Sicherheit der Airlines hast: Ich bin in Myanmar nur mit Air Mandalay geflogen. Die Airline hat nach meinem Empfinden einen sehr guten Standard, dem ich sofort wieder vertrauen würde. Air Bagan soll auf einem ähnlichen / gleichen Niveau sein, wurde mir gesagt.

      Ich hatte mal gelesen, dass die Airlines alle staatlich sind. Aber du hast Recht, es gibt verschiedene Quellen, die unterschiedliches behaupten. Ich werde die Info bearbeiten.

      Vielen Dank für deine Hilfe!
      Lara

  3. Hey, bin durch Zufall auf dein Blog gestoßen. Wir waren im Februar diesen Jahres mit dem Rucksack in Myanmar und ich bin restlos begeistert. Schwelgte gerade schon wieder in Erinnerungen als ich die Fotos sah… 🙂
    Schau gerne mal bei uns vorbei:
    www. bilderbummler.de Wir haben den Schwerpunkt eher auf Reisefotos gelegt, ich schreibe mittlerweile aber auch immer mal ein paar Reiseinfos-Beiträge.
    Ganz liebe Grüße und weiterhin viel Spaß am Reisen! Miri

  4. Eine Jacke braucht man in Myanmar manchmal doch. in mrauk u im jänner frühmorgens ist ein langer pullover bei weitem zuwenig. auf der government-ferry nach sittwe kann es in der früh so windig-kalt werden, dass man trotz jacke +pulli friert! auch in manchen nachtbussen wird es so eiskalt, dass eine decke u pulli kaum ausreicht.ich bastle mir dann aus mehreren t-shirts haube, schal u handschuhe! auch auf dem schiff von bhamo n mandalay wird es nachts extrem kalt,feucht u windig, wenn man keine kabine mehr bekommt.ein mitreisender: it was terrible.
    2. wer besonders hellhäutige beine hat, fällt mit zu kurzer hose schon unangenehm(nackig) auf. in einem hotel wird man das aus höflichkeit natürlich nie kritisieren.
    3. ein oder zwei mehrfach-adapter sind immer empfehlenswert, oft hat man 2 handys, 2 cameras,mp3player, zum aufladen, dazu tv und kühlschrank,
    4. schlafsäle gibt es derzeit 5 in yangun, 1 in neubagan, 9-13 euro.
    5. es gibt 25-dollar simcards in yangon zu kaufen, 6wochen gültig, glasklarer empfang aus österr. mit thailänd. billighandy.

    1. Hallo Henry,

      vielen Dank für deine Ergänzungen. Ich habe sie im Text mit aufgenommen.

      Eine frohe Adventszeit!
      Lara

  5. Liebe Lara,
    was du da über barrierefreies Reisen in Myanmar schreibst, ist zum großen Teil richtig, obwohl du vermutlich nicht selbst im Rolli sitzt. Ich selbst bin querschnittsgelähmt und gerade 7 Wochen durch Myanmar gereist (Visa Overstay hat mich bei der Ausreise fünf Minuten und 66 Dollar gekostet). Trotz der schwierigen Verhältnisse in Myanmar wurde ich immer wieder positiv überrascht. Aufzüge an einigen Pagoden, Rampen, wo ich sie nicht erwartet hätte und ein extrem hilfsbereites Volk. Ich kann nur jedem Rollifahrer zu einer solchen Reise raten. Mehr Infos und einen Trailer der Reise findest du auf meiner Webseite.
    Andreas

    1. Hallo Andreas,

      vielen Dank für deinen Kommentar, der glaube ich insbesondere für andere Reisende, die auf Gehhilfen angewiesen sind, sehr hilfreich ist. Außerdem hilft er natürlich Leuten, die ihr Visum überziehen wollen 😉

      Du hast Recht. Ich sitze nicht im Rollstuhl und habe auch keine anderen Einschränkungen, die mich zur Expertin für Barrierefreiheit machen würden. Ich hatte aber das Bedürfnis das Thema hier anzusprechen. Auslöser war eine Frau im Rollstuhl, die ich am Flughafen von Yangon gesehen habe. Ich habe mich direkt gefragt, wie sie das macht. Denn die Gehwege sind in vielen Städten Myanmars völlig kaputt. Über die U-Bein-Brücke könnte man rollen, aber da muss man erst mal hoch kommen. Bagan ist eine Landschaft aus Sand, Staub und Erde. Aber gut, es gibt natürlich Heißluftballone und Pferdekutschen.

      Es freut mich zu hören, dass du deine Wege gefunden hast. Wie hast du das gemacht?

      LG
      Lara

  6. Liebe Lara,
    das Thema ist ein weites Feld. Ich habe über meine Reisen inzwischen vier Bücher geschrieben, in denen man nachlesen kann, wie das geht. Aber kein Rollifahrer/in ist mit dem nächsten zu vergleichen. Deshalb ist es auch so schwierig einheitliche Standards für Barrierefreiheit festzulegen. Myanmar ist natürlich ein Entwicklungsland. Mit vielen anderen und vielleicht wichtigeren Problemen. Ballonfahren ist schwierig bis unmöglich, auf einen Ochsenkarren zu krabbeln erfordert viel Akrobatik und auch die Rickschas sind eine Herausforderung. Ich habe mir den Motor einer Motorsense hinter den Rolli gebaut und bin damit durch Staub und Dreck gefahren, insgesamt über 2500 Kilometer auf den Straßen. Aber das ist sicher nichts für jeden Rollifahrer und nicht unbedingt zum Nachmachen zu empfehlen. Wie gesagt, was für den einen ein Kinderspiel ist, kann für den anderen vollkommen unmöglich sein.
    LG Andreas

  7. Toller Artikel mit ganz wichtigen Informationen. Insbesondere auch über die Währung bzw. die Zahlungsweise dort vor Ort sollte man sich ganz genau informieren, damit es später nicht zu Problemen kommt.

  8. Hey, ganz aktuell März 2016, sind wir von Myawaddy, Myanmar, nach Mae Sot Thailand, auf dem Landweg über die Grenze gekommen. Keiner braucht mehr auf die ungeraden Tage warten! Die Strecke ist wunderbar breit und glatt durch die Berge gebaut, so dass es ein Dahingleiten geworden ist!!!
    Die Ausreise verlief völlig problemlos!!!
    Wer ausführlichere aktuelle Infos für diesen Grenzübergang oder für Tacheleik – Mae Sai braucht, findet Einiges bei http://www.reisenundspeisen.com

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