Filme über Asien

Dokumentationen

weit. (weltweit)

Mit 5 Euro Budget pro Tag sind Gwen und Patrick nach Osten gestartet. Sie sind einmal um die Welt gereist, mit Rücksäcken und Zelt – meistens per Anhalter. Ihre Reise haben sie mit Videos auf ihrem Blog dokumentiert. Die Dokumentation weit. lief bereits in diversen Filmkunstkinos deutschlandweit.

Given (weltweit)

Die Geschichte einer Weltreise einer hawaiianischen Surfer-Familie erzählt aus den Augen eines sechsjährigen Kindes. (Könnt ihr z.B. auf Netflix schauen.)

Spielfilme

Hannas Reise (Israel)

Hanna (Karoline Schuch) ist am Ende ihres Studiums. Sie bewirbt sich bei einer Unternehmensberatung, die ihren Lebenslauf eher so mittel findet. Also erfindet sie die kleine Lüge, dass sie sich in Israel sozial engagieren wird. In der Hoffnung, dass ihre Mutter ihr eine Bescheinigung fälscht, schickt diese Hanna direkt mit dem Flugzeug los in ein Heim für Menschen mit Behinderungen.

Lunch Box (Indien)

Mumbai und Indisches Essen. Wie so viele Filme, die französische Einflüsse haben, ist das Ende ebenso bitter wie der Anfang. Der Rest ist süß, scharf, salzig… ok genug mit dem Wortspiel. Hier der Trailer:

The Lady (Myanmar / Burma)

Aung San Suu Kyi ist die Hoffnung der von der Militärregierung gebeutelten Bevölkerung Burmas. In den späten 1980er Jahren kommt sie aus England zurück in ihr Heimatland, um ihre Mutter zu pflegen. Erschüttert stellt sie fest, wie sich das Land verändert hat. Das Militär regiert und gibt mit Waffengewalt die Gesetze vor. Studenten, die auf Meinungsfreiheit pochen, werden auf offener Straße erschossen. In einem gewaltfreien Kampf setzt sie sich seither für die Demokratisierung von Burma ein. Insgesamt 15 Jahre lebt sie in politischem Hausarrest. Sie darf ihr Haus nicht verlassen und steht unter kontinuierlicher Bewachung durch Soldaten, die ihren Vorgarten zu einem Militärstützpunkt umgestalten. Besuch darf sie nur eingeschränkt empfangen. Ihr bleibt aber eine Haushälterin. Ihr Telefon wird überwacht, ständig ist der Empfang gestört. Währenddessen werden ihre Anhänger auf Minenfelder geschickt oder zu den Hunden in kleine Käfige gesperrt. Ihre Fassung verliert Aung San Suu Kyi nie. Erhaben wie eine Königin präsentiert sie sich. Das verleiht ihr in Burma den Spitznamen „The Lady“.

Der Film lässt das Militär wie eine Gruppe unbeholfener Tollpatsche wirken. Ich weiß nicht, ob die Gegner von Aung San Suu Kyi nicht ein bisschen zu dämlich dargestellt werden. Das macht den Film an manchen Stellen etwa klamaukig. Zudem fehlen mir in vielen Szenen Erklärungen zum historischen und politischen Hintergrund. Sehr plötzlich ist der Film zu Ende, obwohl man als Zuschauer gerne wissen möchte, was danach passiert und danach und danach… es ist eine packende Geschichte und ein Gedicht an Aung San Suu Kyi. Wer nach Burma fliegen möchte, sollte sich diesen Film einmal anschauen.

Nader und Simin – Eine Trennung (Iran)

Ein Perser sagte mal in Shiraz zu mir: »Alles was in diesem Film gezeigt wird, trifft 100-porzentig auf den Iran zu. Alle Iraner haben diesen Film gesehen.« Wenn du überlegst, in den Iran zu fliegen, schon da warst oder einfach neugierig bist, wie das Leben in der Islamischen Republik ist, schau dir »Nader und Simin« an.

The Namesake (Indien)

The Namesake ist die Geschichte einer indischen Familie in New York. Ashoke und Ashima werden in Bengalen von ihren Eltern verheiratet als Ashoke bereits in New York wohnt. Ashima folgt ihrem Mann samt Kulturschock in die riesige Metropole. Zusammen bekommen sie zwei Kinder. Der älteste Sohn Gogol übernimmt ab diesem Zeitpunkt der Geschichte die Rolle des Protagonisten. Er wird von seinem Vater nach einem russischen Schriftsteller benannt, der an einer Form der Schizophrenie litt. Gogol findet das nicht so super und möchte den Namen wieder ablegen. Die Geschichte erzählt von Gogols Suche nach sich selbst.

Lost in Translation (Japan)

Ein wundervoller Film von Sofia Coppola. Scarlett Johansson spielt das, was in meiner Generation jeden zweiten betrifft: eine Person, die überhaupt nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Fertig studiert, setzt sich Charlotte in ein Flugzeug in die Megacity Tokio. Ihr Ehemann arbeitet dort als Fotograf und kommt in einem teuren Hotel mit Blick auf die mächtige Skyline dieser Metropole unter. Gelangweilt und genervt von den oberflächlichen Bekannten ihres Mannes, entwickelt sie ihre Sympathie für Bob, gespielt von Bill Murry. Er ist zwar rein äußerlich ihr genaues Gegenteil, hat aber dieselben Probleme. Bob ist ein bekannter Schauspieler, der in Tokio als Testimonial für alkoholische Getränke fotografiert wird. Angekommen in der Midlife-Crises und völlig angewidert von allem, hat er offenbar seine Lebensfreude verloren. Kurzum: die beiden schließen sich zusammen und lernen diese skurrile und faszinierende Stadt kennen. Neben Tokio zeigt der Film sehr schöne Bilder von Kyoto an einem Tagesausflug von Charlotte.

The Beach (Thailand)

Eigentlich braucht man nicht zu erzählen, worum es in diesem Film geht. Denn jeder, der sich überdurchschnittlich für Backpacking oder Asien interessiert, hat diesen Film gesehen. Er läuft in Hostels hoch und runter. Mir gefallen besonders die ersten 4 Minuten von The Beach.

Sieben Jahre in Tibet (Tibet / China)

Sieben Jahre in Tibet zeigt den österreichischen Bergsteiger Heinrich Harrer auf seiner Expedition auf den Himalaya. Während in seiner Heimat der Zweite Weltkrieg ausbricht, wird er in Indien in ein Internierungslager gesperrt. Nach seinem erfolgreichen Ausbruch, kommt er nach Tibet. Hier lernt er den Dalai Lama in jungen Jahren kennen und wird zu seinem Privatlehrer. Harrer baut ihm ein Kino, gibt ihm einen Zugang zur europäischen Gegenwart. Als das friedliche Tibet von China angegriffen wird, hat es keine Chance zur Verteidigung.

Eat Pray Love (Indien, Indonesien)

Nachdem Liz, gespielt von Julia Roberts, sich in Bali aus der Hand lesen lässt, beschließt sie ihre Ehe zu beenden und ihr Leben umzukrempeln. Sie lernt italienisch, fängt eine Beziehung mit einem New Yorker Hipster-Theaterschauspieler an, lässt ihn wieder los und fliegt nach Europa. Ihre ganzen Sachen schließt sie vorher in eine Garage ein. Sie lebt daraufhin für ein Jahr in drei Ländern: Italien, Indien und zum Schluss geht es wieder nach Bali in Indonesien. Dieser ganze Film ist natürlich genauso wie jeder andere Julia Roberts Film. Dabei bekommt man tolle Bilder aus Rom, Indien und Bali. Die Regionen werden in erfrischend leuchtenden Farben präsentiert.

Slumdog Millionaire (Indien)

Slumdog Millionaire ist die Geschichte eines Jungen – Jamal – aus einem Slum in Indien. Nachdem seine Mutter stirbt, leben er und sein Bruder auf einer Müllhalde. Daraufhin werden sie von einem Kriminellen mitgenommen, der Kinder entweder verstümmelt und sie betteln lässt oder sie zur Prostitution zwingt. Auf der Flucht betteln die Jungen weiter. Durchzogen wird der Film von Jamals Suche nach einem Mädchen, das er nach dem Tod seiner Mutter kennen gelernt hat.

Sein letzter Versuch, sie zu finden, bringt ihn zur indischen Version von „Wer Wird Millionär?“ Dort verknüpft er jede einzelne Frage mit einer Erinnerung aus seinem Leben und weiß deshalb die Antworten.

Only God Forgives (Thailand)

Only God Forgives ist ein gewaltintensiver Film, den ich in einem Filmkunstkino in Düsseldorf gesehen habe. Der Hauptdarsteller hat eine sonderbare Beziehung zu seiner Mutter, an dessen Analyse Freud vermutlich eine große Freude hätte. Nachdem sein Bruder eine minderjährige Prostituierte ermordet und ihr Vater wiederum seinen Bruder, verlangt seine Mutter Blutrache für den Mörder ihres Sohnes. Der Film ist völlig durchtrieben. Am Ende fragt man sich einfach nur noch: WTF?

Bangkok wird ausführlich gezeigt.

Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger (Indien)

Ich war zuerst sehr skeptisch, aber der Film ist wirklich gut. Der junge Inder Piscine erleidet Schiffbruch mit einem Tiger und befindet sich die meiste Zeit des Films auf dem Wasser. Die Geschichte beginnt allerdings in Indien. In den Anfangsszenen bekommt man ein paar tolle Bilder von Natur und Tieren geboten. Den ganzen Film über spielt der Regisseur mit leuchtenden Farben und einer beeindruckenden Kulisse.

Best Exotic Marigold Hotel (Indien)

Sieben Engländer, einige mehr, andere weniger verbittert und alle in Rente, beschließen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Jaipur, Indien zu fliegen. Dort gibt es ein Hotel, dessen Manager es vor allem für ältere Menschen bewirbt: das Best Exotic Marigold Hotel. Der Manager, gespielt von Dev Patel (Slumdog Millionaire), hat sich mit dem Hotel allerdings ein Stück weit übernommen. Gezeigt werden Jaipur und Udaipur.

Und hier auch der Trailer der Fortsetzung „Second Best Exotic Marigold Hotel“:

Darjeeling Limited (Indien)

Drei Brüder fahren nach dem Tod ihres Vaters mit dem Zug durch Indien, um wieder zueinander und zu ihrer Mutter zu finden. Wes Anderson inszeniert die Gegenwart in einer stereotypen 70er Jahre Kulisse.

Same Same But Different (Kambodscha)

Same Same But Different ist ein deutscher Film mit David Kross (Der Vorleser). Ben reist vor seinem Berufseinstieg mit dem Rucksack nach Kambodscha. Er und sein bester Freund schießen mit lustigen Waffen durch die Gegend, nehmen Drogen, trinken, feiern, liegen in der Hängematte, bis Ben auf einer Party Sreykeo kennen lernt. Er verliebt sich in sie und lernt nun Kambodscha kennen wie es ist. Sreykeo arbeitet als Prostituierte, um ihrer in Armut lebenden Familie über die Runden zu helfen. Sie spricht ein bisschen deutsch, das sie von ihren bisherigen Freiern gelernt hat. Ihre Familie erwartet fortan von Ben immer wieder Geld. Er soll ein Haus für die Familie bauen und selbst als er zurück in Deutschland ist, Geld nach Kambodscha schicken. Als er erfährt, dass Sreykeo Aids hat, versucht er medizinische Hilfe für sie zu besorgen und fährt mit ihr nach Thailand.

Same Same But Different beruht auf einer wahren Geschichte eines deutschen Backpackers, der in Kambodscha seine große Liebe gefunden hat. Der Film zeigt Kambodscha wie es mal war und nicht wie es heute ist.

 Babel (Japan)

Babel ist ein Episodenfilm, der in diversen Ländern spielt, unter anderem Marokko und Mexiko, aber auch in Japan. Im Prinzip geht es in diesem Film um menschliche Kommunikation und dessen Scheitern, das in vielen Situationen unterschiedlich zu Stande kommt, zum Beispiel durch Sprachbarrieren, keine Möglichkeit sich auszuweisen, Waffen oder wie in Tokio durch eine Behinderung. Der japanische Teil zeigt ein taubstummes Mädchen in einer Disco, zu Hause, mit Freunden in der Schule.

Es geht um Waffenlieferungen, Terror, Grenzkontrollen und ganz viel Einsamkeit.

Habt ihr Filmempfehlungen zum Thema Reisen in Asien? Wenn ja, dann schreibt mir gerne in den Kommentaren!

One Reply to “Filme über Asien”

  1. Hi,
    danke für deine motivierenden Filme.
    Ich selber habe auf meinen Blog und Shop eine Sammlung erstellt.
    Vielleicht findest du ja auch noch eine Inspiration.

    Gruß
    Sasho

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