In den Reisfeldern von Mai Châu, Vietnam

Mai Chau Reisfeld

Reisejahr: 2014

Mai Châu ist eine Stadt in Nordvietnam, südwestlich der Hauptstadt Hanoi. Die Bergregionen Vietnams sind für ihre Reisfelder und die verschiedenen Bevölkerungsgruppen bekannt. In Mai Châu leben die Weißen Thai oder auch Táy Khao. Im Endeffekt geht diese Minderheit Vietnams auf eine Familie zurück, die vor hunderten von Jahren aus Thailand und China eingewandert ist. Die Anteile der vielen Minderheiten in Vietnam weiß Wikipedia.

Blick von unserem Balkon auf die Reisfelder. Die Berge im Hintergrund sind von Nebel umhüllt.
Blick von unserem Balkon auf die Reisfelder. Die Berge im Hintergrund sind von Nebel umhüllt.

In Mai Châu erwartete uns ein kühles Klima. Mit langer Hose, geschlossenen Schuhen und unserem Pullover auf den Schultern machten wir uns auf den Weg in die Dörfer. Der Manager unseres Hotels zeichnete uns eine Karte auf.

Unser Ziel war das Dorf Cha Long.

Viele Frauen im Alter haben einen Buckel, O-Beine und gehen gekrümmt. Das verdanken sie jahrzentelanger Arbeit auf den Reisfeldern und dem Transport von schweren Sachen auf dem Rücken.

Die treppenähnliche Anordnung der Reisfelder nennt man Reisterrassen.

Die Jungs in den folgenden Bildern haben Kleintiere aus Bäumen gefangen. Ich habe keine Ahnung, welche Tiere, vielleicht Grashüpfer und bestimmt, um sie zu essen.

Hinweise für andere Reisende

Bevor wir nach Mai Châu gefahren sind, habe ich dieses Bild der Stadt gesehen. So sieht Mai Châu nicht aus und so sehen die Weißen Thai auch schon lange nicht mehr aus. Man sieht nur sehr vereinzelt Weiße Thai, die traditionell gekleidet sind und dann sind es immer alte Frauen. Die jüngeren Menschen sehen im Prinzip aus wie Vietnamesen, die in Dörfern leben – also genau so wie es auch ist. Die traditionellen Trachten werden nur zu Hochzeiten herausgekramt, weil die Frauen die Kleidungsstücke für das tägliche Leben zu unbequem finden.

Unterkunft

Es gibt Touristendörfer, in denen Homestays und viele Souvenirs, eben diese Trachten angeboten werden. Homestays werden organisiert wie Guesthäuser. Eine authentische Erfahrung in einer Gastfamilie ist hier soweit ich es gesehen habe, nicht möglich. Diese Dörfer wirken ein bisschen wie das Phantasialand. Überall sind Souvenirläden. Die Restaurants bieten italienisches Essen und Gerichte aus Marden und allen möglichen Insekten zu überhöhten Preisen an. Das Pom Coong Village und das Lac Village spielen hier ganz vorne mit.

Interessanterweise waren in Mai Châu gar nicht viele Touristen, sodass diese für den Tourismus präparierten Dörfer wie Geisterstädte wirkten.

Wir waren im Mai Châu Valley View Hotel, das ich absolut weiterempfehlen kann. Die Zimmer sind neu, schön eingerichtet, sauber und haben einen tollen Balkon mit Blick auf die Felder. Der Manager, sowie das restliche Personal sind unheimlich freundlich und bemüht. Der Strom ist alle paar Stunden ausgefallen, aber das ist in der Gegend glaube ich nichts ungewöhnliches.

Anreise

Mai Châu erreicht man von Hanoi mit dem Local Bus. Ein Ticket kostet 70.000 Dong. Auf dem Rückweg mussten wir die Fahrt direkt im Bus bezahlen. Das ist generell teurer und kostete 100.000 Dong, also etwa 1 EUR mehr. In Hanoi gibt es mehrere Busstationen, die unterschiedliche Ziele ansteuern. Für die Fahrt nach Mai Châu sind wir in der My Dinh bus station gestartet. Diese lässt sich aus dem Zentrum per Bus oder Taxi erreichen.

Außerdem kann man Mai Châu gut aus Sơn La erreichen.

4 Kommentare

  1. Nico sagt: Antworten

    Alles Gute zum Geburtstag liebe Lara, nachträglich!

    1. Vielen Dank, Nico :)

  2. Rafael sagt: Antworten

    Hallo Lara,

    in welchem Monat seid ihr unterwegs gewesen, bzw. wann sind die Fotos von den Reisfeldern entstanden?

    Danke für die kurze Info.
    LG

    1. Hallo Rafael,
      das war Anfang März 2014.

      LG
      Lara

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