Angeklopft bei Aung San Suu Kyi – Reisebericht Yangon

Das Haus von Aung San Suu Kyi

Reisejahr: 2014

Da dieser Artikel relativ lang geworden ist, habe ich eine Navigation aufgebaut. Wer nur an einem bestimmten Thema interessiert ist, zum Beispiel an der Shwedagon Pagode, kann zu dem gewünschten Absatz springen.

Der erste Tag in Yangon: Mitten im Ghetto

„Breite Boulevards, enge Gassen, goldene Pagoden, alte Kolonialhäuser, ein geschäftiger Hafen, quirlige Marktviertel und noch viel mehr: Das ist Yangon, die größte Metropole Myanmars.“ So schreibt es der Stefan Loose Reiseführer „Myanmar“.

Als wir in Yangon ankommen, erleben wir eine andere Stadt. Zu Fuß wollen wir von unserem Hotel in die Innenstadt gehen. Weil sich die Hotelpreise in Myanmar in den letzten Jahren verdreifacht haben, ohne dass sich der Standard erhöht hat, haben wir das Eden Palace Hotel gebucht. Es liegt außerhalb des Zentrums, bietet dafür aber deutlich mehr Hygiene als wir es in Bagan und Nyaung Shwe geboten bekamen.

Auf dem Weg in die Innenstadt von Yangon
Los geht’s in die Stadt. Wir wissen noch nicht, was uns in Yangon erwartet.
Ein typisches Wohnhaus in Yangon.
Ein typisches Wohnhaus in Yangon.
Balkone in Yangon
Die Balkone sind vergittert. Irgendwo auf der Welt habe ich das schon mal gesehen, aber ich erinnere mich nicht, in welcher Stadt.

Der Bürgersteig ist bröckelig. Die Menschen leben in sehr armen Verhältnissen. Jeder Balkon ist vergittert. Ganze Familien leben in kleinen Räumen. Boden, Decke und Wände sind schwarz und dreckig. Wir gehen durch die Straßen. Weit und breit kein Tourist. Wegen der Hitze in Yangon sind wir mit unseren kürzesten Hosen unterwegs. Alle um uns herum starren uns an, glotzen, als wären wir von einer anderen Art.  Zwei Kinder starren mir hinterher. „Mingala ba“ („Hallo“) rufe ich ihnen freundlich zu. Ihr Blick ändert sich nicht. Als verschleierte Frauen an uns vorbei gehen, stellen wir zwei Dinge fest. Zum einen ist Yangon ein Schmelztiegel aus Religionen. Zum anderen sind wir die einzigen in der Straße, die kurz gekleidet sind. Erst als ein Mann uns ein freundliches „Mingala ba“ schenkt, bricht das Schweigen um uns herum. „Mingala ba“ freuen wir uns zurück und gehen weiter. Ein Junge sitzt alleine auf einer Bank. Ein totes Huhn liegt auf seinem Schoß. Er seziert es mit einer Nadel. Wir gehen um die Ecke, wollen raus aus dieser Straße. Ein junger Mann stürmt auf uns zu. Er stottert in Hochgeschwindigkeit irgendwelche Wegbeschreibungen vor sich hin. Alles was wir heraushören können, ist dass er uns in die falsche Richtung weist. „That direction? Not this one?“ Er stottert wieder dasselbe. Erst jetzt fällt mir auf, dass er meinem Gesicht unheimlich nah ist. „Ok, great. Thank you. Bye bye.“ Wir gehen wieder zurück zur Hauptstraße. Hier wird noch viel heftiger gestarrt. Immer noch kein Tourist weit und breit. Auf dem kaputten Gehweg erreichen wir so etwas wie einen Markt. Hier wird alles verkauft, unter anderem rohes Fleisch, das mitten in der Sonne liegt. Der Gestank ist so penetrant, dass man schnellstmöglich an den Tieren vorbei möchte. Die Gerüche von Abgasen, Müll und Urin gesellen sich dazu. Neben dem Gehweg ist eine Kuhle, in der eine schwarze Flüssigkeit festhängt. Sie sieht aus wie Benzin, ist es aber vermutlich nicht. Darin liegt Müll. Manche Menschen bereiten mitten in diesen Gerüchen etwas zu Essen zu. Der Markt liegt hinter uns. Immer mehr Menschen mustern uns, als müssten sie mit ihren bloßen Augen unsere Körper vermessen. Einer spricht Maren an: „Very beauty!“ Seine Augen sind kugelrund, sein Lächeln zeigt seine fauligen, roten Zähne. Letzteres haben viele Männer hier in Myanmar. Sie kauen ein Betelnussgemisch und spucken es überall hin. Selbst auf der U-Bein-Brücke in Amarapura habe ich die roten Flecken entdeckt. Was die Menschen hier vielleicht nicht wissen, ist dass auf diese Art Tuberkulose übertragen werden kann. Der Straßenverkehr erinnert mich an Jakarta. Yangon hat 4-5 Millionen Einwohner, aber es gibt keine U-Bahn, Straßenbahn und keinen Sky Train. Das öffentliche Verkehrssystem funktioniert über Busse. Im Gegensatz zu Jakarta oder unseren bisherigen Stationen in Myanmar fährt hier niemand Moped. Die Autos stauen sich, hupen, quetschen. Der Lärm fügt sich in das Bild ein, das uns nach dem ersten Tag in Yangon bleibt.

Der zweite Tag in Yangon: Shwedagon Pagode und das geheime Büro von Aung San

Eine Busfahrt in Yangon

Bei Google Maps haben wir herausgefunden, dass unser Hotel in der Nähe einer Bushaltestelle liegt. Also fragen wir an der Rezeption nach, mit welchem Bus wir zur Top Sehenswürdigkeit in Yangon, der Shwedagon Pagode, kommen. Die Rezeptionistin schaut uns ungläubig an und überlegt kurz.

R: „Mit dem Bus? Sie meinen vermutlich das Taxi, Mam. Kein Problem. 20 Minuten.“

L: „Nein, nein, wir würden gerne mit dem Bus fahren. Welchen müssen wir nehmen und wo fährt er ab?“

R: „Oh, aber Mam, das Taxi ist nicht teuer. Vielleicht 2.000 Kyat, Mam.“

L: „Können wir nicht mit dem Bus fahren?“

Schließlich rückt sie endlich damit raus: Bus 48 oder 174. Die Bushaltestelle ist geradeaus und der Ausstieg heißt so etwas wie „Lidlä“. Für Busse gelten besondere Regeln in Yangon. Sie haben keine richtigen Anzeigen. Deshalb hängt sich bei jeder Haltestelle ein Typ aus der nicht vorhandenen Tür und brüllt die Haltestellen in die Straße. Das klingt dann etwa so:

„Hamadalamadalilädahamadamadakanadaldläääääää.“

Ich sage zu Maren: „Ich glaube, ich habe „Lidlä“ rausgehört!“

Zum Typ: „Fahren Sie nach Lidlä?“

„Ja, kommt rein.“ Der Bus braust los. Die Rostlaube bringt eine Geschwindigkeit auf die Straße, die man ihr nicht zugetraut hätte. Jeder muss hier 200 Kyat für die Fahrt bezahlen, außer uns. Der Preis ist spottbillig. Maren hat das Geld bezahlbereit in der Hand, aber wir werden bis zum Ausstieg nicht abgerechnet. Aus irgendwelchen Gründen wird uns diese Fahrt geschenkt. „Los, ihr müsst hier raus!“ Zack, wir stehen auf der Straße. Der Bus braust los. Maren hält noch irritiert den Geldschein in die Rauchwolke.

Shwedagon Pagode

„Ein Besuch der Shwedagon Pagode ist für viele einer der Höhepunkte ihrer Myanmar-Reise. Ihre Bedeutung und ihr Wert – als Symbol des Landes und als Pilgerstätte für Buddhisten aus aller Welt – sind unschätzbar: Goldglänzend und erhaben grüßt sie Pilger und Reisende. Uralt soll sie sein, mit Tonnen von Gold und Tausenden Edelsteinen geschmückt, ein erhabener Ort der Ruhe, Besinnung und Meditation.“, schreibt Stefan Looseweiter.

Die Schwedagon Pagode ist ein imposantes Bauwerk. Von weitem erspähen wir ihren Glanz bereits durch die Bäume.

Shwedagon Pagode von weitem. Es sieht aus, als würde sie mitten im Dschungel stehen.
Shwedagon Pagode von weitem. Es sieht aus, als würde sie mitten im Dschungel stehen.
Die Shwedagon-Pagode hinter dem Kandawgyi-See
Die Shwedagon Pagode hinter dem Kandawgyi-See
Park am Kandawgyi-See in der Nähe der Shwedagon-Pagode
Park am Kandawgyi-See in der Nähe der Shwedagon Pagode

Der Eintritt für Ausländer kostet 8.000 Kyat oder 8 US$. Man muss eine lange Hose bzw. einen langen Rock tragen. Praktischerweise werden vor der Pagode Umkleidekabinen zur Verfügung gestellt. Wir haben wegen der Hitze unsere langen Hosen im Rucksack dabei.

Maren vor der goldenen Pagode
Maren vor der goldenen Pagode
Shwedagon-Pagode
Auf diesem Bild bekommt man ein Gefühl für die Größe des Stupas

Maren auf dem Gelände der Shwedagon PagodeDie Fläche ist voller Buddha-Statuen. Viele davon haben einen Heiligenschein aus flimmernden LED-Lampen hinter sich. Es ist ein bisschen, als würde Buddha Kirmes feiern.

Buddha-Statuen mit LED-Lämpchen im Hintergrund
Buddha-Statuen mit LED-Lämpchen im Hintergrund

Ich hatte mir diesen Ort friedlich und weitläufig vorgestellt. Vor dem Eingang ist ein riesiger Treppenaufgang mit kitschigen Souvenirs. Fast überall in Myanmar fehlt es an Bankautomaten. Hier auf dem Gelände steht in jeder Ecke einer. Das ist in etwa so, als würde man einen ATM an den Eingang des Kölner Doms stellen und einen zweiten neben den Altar.

Einer von mehreren ATMs an der Shwedagon-Pagode
Einer von mehreren ATMs an der Shwedagon Pagode

Auf einem Schild sehe ich, dass es freies Internet gibt. Jeder darf den Platz aus Respekt nur barfuß betreten. Ein Burmese entleert seinen Magen auf der Treppe. Was soll ich sagen? Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Hier schon. Die Shwedagon Pagode ist komplett vergoldet. Unsere Begeisterung für diesen Ort der Ruhe bleibt jedoch aus.

Das geheime Büro von Aung San

Wir haben es glaube ich durch Internet-Recherche gefunden, vielleicht stand es auch in einer Reisezeitschrift. Im Reiseführer findet es jedoch keine Erwähnung: das geheime Büro von Aung San. Aung San ist der legendäre Vater von Aung San Suu Kyi. Er hat sich für die Demokratisierung des Landes eingesetzt bis er vom Militär erschossen wurde. In dem Restaurant „House of Memories“ hatte er ein geheimes Büro, das man immer noch besichtigen kann. In einem winzigen Weg (Nr. 290) an der großen U Wisara Road finden wir das Kolonialgebäude.

Das Kolonialgebäude "House of Memories" beherbergt ein sehr gutes Restaurant. Oben rechts hatte Aung San sein geheimes Büro.
Das Kolonialgebäude „House of Memories“ beherbergt ein sehr gutes Restaurant. Oben rechts hatte Aung San sein geheimes Büro.
Aung Sans geheimes Büro in Yangon
Aung Sans geheimes Büro
Eine attraktive Familie: rechts ist Aung San. Unten im Bild sieht man Aung San Suu Kyi als Kind.
Eine attraktive Familie: rechts ist Aung San. Unten im Bild sieht man Aung San Suu Kyi als Kind.
Der Arbeitsplatz von Aung San
Der Arbeitsplatz von Aung San

Es ist ziemlich cool, dieses kleine, aber sehr schöne Büro zu sehen. Der Raum fühlt sich deutlich friedlicher und erhabener an als das Plateau des goldenen Stupas. In dem Restaurant „House of Memories“ kann man auch fantastisch essen und entgegen unserer Erwartungen ist es gar nicht teuer.

Busfahrt zurück zum Hotel

Grundsätzlich bestens vorbereitet, wissen wir weder die Adresse vom Hotel noch haben wir unsere Handys oder einen Stadtplan dabei. Wir wissen allerdings, wo die Bushaltestelle ist. Jedoch merken wir schnell, dass der Bus nicht an der Haltestelle hält, sondern etwa 100m davor und jedes Mal mit einem irren Tempo an uns vorbeiheizt. Also gehen wir zu der Menschenmasse, die irgendwo herumsteht, wo weder ein Haltestellenschild noch irgendeine andere Markierung ist. Wir fragen einen Mann, ob dies der Bus 48 oder 174 ist. Er antwortet: „Warum fahrt ihr mit dem Bus? Habt ihr kein Geld? Kein Problem, ein Taxi kostet vielleicht 1.500 Kyat. Wartet, ich hole euch eins und bezahle.“ Viele Menschen sind hier einfach unheimlich nett zu Fremden. „Nein, nein, nein.“, stoppe ich ihn, „Wir haben genug Geld, keine Sorge. Aber vielen Dank. Wir würden gerne den Bus nehmen.“ „Aber ihr seid doch Ausländer. Kein Ausländer fährt mit dem Bus.“ Ein Bus schießt um die Ecke. Er sagt uns, es sei unserer. Wir wissen nicht, wie die Haltestelle am Hotel heißt. Ich gehe in den Bus. Er fährt los. Maren ist noch gar nicht drin. Sie hält sich am Griff fest und springt im letzten Moment rein. Praktischerweise hat Maren ein fotografisches Gedächtnis was den Straßenverkehr angeht und kann sich an den Häusern orientieren. Ich sehe das hier alles zum ersten Mal. Irgendwann hat sie das Gefühl, wir müssen raus. Ok, raus raus. Keine Zeit verlieren. Wir springen aus dem Bus, ohne zu wissen, ob hier eine Haltestelle ist oder einfach Stau. Abgerechnet werden mal wieder alle außer uns. Der Bus erweist sich als Gratisverkehrsmittel für uns. Warum, wissen wir nicht. Wir gehen zu einer Kreuzung. Alles sieht in der Dunkelheit ganz anders aus. Sind wir hier richtig? „Ist das nicht unser Hotel?“ Aja, Eden Palace. Wunderbar. Wir sind da.

Der dritte Tag in Yangon: Auf den Spuren von Aung San Suu Kyi

Maren und ich haben ja den Film „The Lady“ zwei Mal gesehen. Also lassen wir es uns jetzt auch nicht entgehen, bei Aung San Suu Kyis Haus vorbeizuschauen. Wir nehmen ein Taxi zur University Avenue.

Maren vor Aung San Suu Kyis Haus. Eine großes Tor versperrt jegliche Chance irgendetwas zu sehen.
Maren vor Aung San Suu Kyis Haus. Ein großes Tor versperrt jegliche Chance irgendetwas zu sehen.
Hier hat Aung San Suu Kyi ewige Jahre in Hausarrest verbracht.
Hier hat Aung San Suu Kyi ewige Jahre in Hausarrest verbracht.

Zugegeben, man kann hier nicht so wahnsinnig viel sehen. Aber, da wir wissen, dass Aung San Suu Kyis Haus direkt am See liegt, gehen wir einfach mal um den See herum. Von hier aus kann man das ganze Haus erkennen.

Das Haus von Aung San Suu Kyi
Das Haus von Aung San Suu Kyi

Das Coolste soll aber noch kommen. Wir reden mit einem Kioskbesitzer, als Maren Wasser kauft. Wir fragen ihn, ob Aung San Suu Kyi hier immer noch wohnt. „Ja, aber nur am Wochenende. Montags bis freitags ist sie in Nay Pyi Taw. Vielleicht könnt ihr euch das Haus ja mal ansehen. Ihr seid schließlich Ausländer. Ihr könnt ja einfach mal klingeln und nachfragen.“ Bitte was sollen wir machen?

Jetzt hat er unser Interesse geweckt. Wir gehen zurück zum Tor. Aber es gibt überhaupt keine Klingel. Maren klopft ans Tor. Der Wachmann ist sichtlich irritiert. Er schaut durch einen schmalen Spalt neben dem Tor. „Entschuldigung, ist es möglich, dass wir uns das Haus ansehen?“ Der Wachmann spricht offenbar überhaupt kein Englisch und holt seinen Kollegen. Dieser ist noch irritierter und winkt ab. Nach kurzem Überlegen sagt er dann aber, wir sollen dort stehen bleiben. Er öffnet die Tür (rechts zu sehen in unseren Bildern). Wir müssen hinter der Tür stehen bleiben, dürfen keine Fotos machen. Wir erblicken das Haus aus dem Film, den Vorplatz, der deutlich kleiner aussieht. Maren sieht ein braunes Auto. Wir blicken auf den See und ein paar Plastikstühle davor. Das Haus steht hinter einigen Bäumen. Es ist eine kleine, tropisch umrahmte Villa. „Ok, genug.“ – „Vielen Dank, bye bye.“ – „Bye bye.“ Was für eine Ehre.

Es wäre lustig, wenn er ihr davon erzählen würde: „Da waren zwei weiße Mädels, die das Haus sehen wollten. Sie haben einfach an die Tür geklopft. Was sollte ich machen?“ Aung San Suu Kyi: „Hahaha, diese Amerikaner…“

Der vierte Tag in Yangon: Circle Line Tour

Auf diesem Blog haben wir gesehen, dass man eine Zugfahrt um Yangon machen kann. An unserem letzten Tag in der Stadt gehen wir zu Fuß zum Bahnhof in unserer Nähe, der Mahlwagon Station. Ein Ticket für Ausländer kostet 1 US$. Es wird ausdrücklich um US$ statt um Kyat gebeten. Die Fahrt dauert ziemlich genau drei Stunden. Wir haben Glück, denn der Zug fährt um 13:52 los und somit haben wir nur 21 min. Wartezeit. Am Bahnhof und auf dem Weg dahin sind wir wieder die einzigen Touristen und mal wieder starren uns alle Menschen an.

Auf dem Weg zur Mahlwagon Station
Auf dem Weg zur Mahlwagon Station
Um auf die andere Seite zu kommen, läuft man einfach quer über die Schienen. Das ist hier so üblich. Abgrenzungen gibt es natürlich nicht.
Um auf die andere Seite zu kommen, läuft man einfach quer über die Schienen. Das ist hier so üblich. Abgrenzungen gibt es natürlich nicht.
Unser Zug
Unser Zug

Unser Zug ist eine richtige kleine, niedliche Bimmelbahn. Bunt angestrichen tuckert er geschmeidig und ohne jede Eile vor sich hin.

Yangon versinkt an vielen Orten im Dreck. Eines von vielen Beispielen zeigt sich hier.
Yangon versinkt an vielen Orten im Dreck. Eines von vielen Beispielen zeigt sich hier.
Typische Wohnhäuser in Yangon. Auf dem Rohr gehen manchmal Hunde spazieren.
Typische Wohnhäuser in Yangon. Auf dem Rohr gehen manchmal Hunde spazieren.
Maren im Zug
Maren im Zug

Radfahrer in Yangon

Felder in Yangon

Feldarbeiter in YangonNach einiger Zeit hält der Zug an einer Station, an der ein Markt aufgebaut ist. Der Markt ist über die Gleise verteilt und reicht bis an unseren Zug.

Direkt auf den Gleisen wird verkauft, gehandelt und transportiert.
Direkt auf den Gleisen wird verkauft, gehandelt und transportiert.
Markt an den Schienen von Yangon
Effiziente Ausnutzung des vorhandenen Platzes.
Einiges los hier. Der Markt ist voller Menschen.
Einiges los hier. Der Markt ist voller Menschen.

Markt an der Zugstation in YangonGemüse auf dem Markt in Yangon

Maren in der Circle Line Tour in Yangon

Die Gleise werden in Yangon offenbar wie eine Wiese genutzt. Manche chillen hier, andere grillen oder lassen Drachen steigen.
Die Gleise werden in Yangon offenbar wie eine Wiese genutzt. Manche chillen hier, andere grillen oder lassen Drachen steigen.
Blumenmarkt
Blumenmarkt an der nächsten Station
Öffentlicher Wasserspender am Hauptbahnhof
Öffentlicher Wasserspender am Hauptbahnhof
Burmesinnen können alles auf ihrem Kopf balancieren und transportieren.
Burmesinnen können alles auf ihrem Kopf balancieren und transportieren.
Blick auf eine Moschee aus der Zugtür
Blick auf eine Moschee aus der Zugtür

Das war Yangon, eine Metropole mit vielen schönen und vielen hässlichen Seiten. Morgen fahren wir mit dem Bus weiter nach Bago. Ich bin gespannt.

6 Kommentare

  1. Das mit dem Bus ist mir in China auch ein paar Mal passiert. Ich glaube, die Schaffner wissen einfach nicht so recht, wie sie mit einem Ausländer umgehen sollen und im Fall von Myanmar kommt vielleicht auch noch dazu, dass sie vielleicht auch einfach den Preis nicht kennen, also ob es einen Langnasen-Aufschlag gibt oder nicht.

    In einem kleinen Bahnhof in Myanmar hatte ich mal das Problem, dass sie im Bahnhof keine Ausländerfahrkarten finden konnten. Ich wurde dann nach einer halbstündigen Diskussion einfach zum Busstop geschickt.

    1. Das haben wir bei der Bahnstation auch befürchtet. Aber wir haben ein ordentliches handgeschriebenes Ticket bekommen.

      Wenn das der Grund im Bus gewesen wäre, wäre das so witzig :D

  2. wieso wundert ihr euch,das ihr wie “ aliens“ angeschaut werdet,wenn ihr fuer die burmesischen augen fast nackt durch die gegend laeuft?!
    aeusserst respektlos und ignorant.
    hinzu kommt euer schwachsinn ueber tbc zu schreiben,wenn das „rote zeug“,was sie ausspucken von der betel-nuss-tabak combi ist,die fast alle maenner und auch einige frauen dort ununterbrochen und ueberall kauen!
    dass ihr durch burma gereist seid und niemanden gefragt habt,was das das ist, auch die unzaehligen staende,an denen dieser spezielle kautabakcombi beim kauf direkt,hergestellt wird,dass ich auch die nicht gesehen,gar gerochen habt,zeugt von einer unglaublichen ignoranz und gar dummheit.
    touris wie ihr es seid,sind der horror eines jeden reiselandes und eines jeden reisenden!

    1. Hallo dilek,
      wenn das so ist, laufen hier viele Menschen „fast nackt“ herum, sowohl Touristen als auch Burmesen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene). Auch das weibliche Hotelpersonal in einigen Unterkünften trägt kurze Röcke. Auf den Straßen sieht man oft Männer Fußball spielen. Sie tragen alle kurze Hosen, außer die, die Longyis tragen. Sie stecken ihren Longyi allerdings so zusammen, dass er Ähnlichkeit mit einer Windel annimmt. Noch kürzer kann man eigentlich nicht gekleidet sein, außer man läuft mit einer Badehose herum. Wir wurden mit langer Kleidung übrigens ebenfalls angestarrt. Trotzdem habe ich eine Rezeptionistin gefragt, ob es Probleme macht, wenn man kurze Hosen trägt und ob es als respektlos empfunden wird. Sie hat geantwortet, dass es überhaupt kein Problem ist und dass ich kurze Hosen auf dem Markt kaufen kann, wenn ich welche brauche. In diesem speziellen Viertel in Yangon war das anders.

      Dass das „rote Zeug“ hier überall verkauft wird, ist uns bewusst. Es ist nicht zu übersehen. Bei der Tuberkulose-Gefahr geht es nicht darum, was die Menschen kauen, sondern dass sie auf die Straße spucken (Tröpfcheninfektion).

      Mit anderen Reisenden haben wir uns bisher immer gut verstanden. Sie waren alle sehr nett zu uns. Die Aussage, dass wir „der Horror (…) eines jeden Reisenden“ sind, ist mir nicht klar.

      Ich würde mich freuen, wenn du deine Kritik beim nächsten mal höflicher bzw. sachlicher formulieren würdest. Ich greife dich schließlich auch nicht persönlich an.

      LG
      Lara

  3. Respekt, vier Tage Yangon. Wir hatten es nur zwei Tage ausgehalten. Hatten ein Hotel in der City /“City Star Hotel“. Personal war super freundlich, sehr hilfsbereit und bekamen sogar einen kostenlosen upgrade. Das Zentrum ist zwar schmutzig, aber daran gewöhnt man sich schnell. Dafür ist im Zentrum das Leben und das wollten wir auch sehen und erleben. Zum Thema „kurze Hosen“ muss ich Dilek recht geben. Wer Bein zeigt, zeigt wenig Respekt. Das sollte man in Myanmar berücksichtigen. Ich hatte leider nur eine dabei und die konnte zum Schluss von selber stehen :-). Wir hatten als Reisezeit Ende Oktober – Mitte November gewählt, um mal keine von der Sonne verbrannte Natur zu sehen und bekamen sattes Grün und die Reisernte war erst am Anfang. War sehr interessant, das alles zu beobachten.

    Schöne Grüße
    Arthur

  4. Schneider, Gerhard sagt: Antworten

    Also ich bin das erste Mal (gerade jetzt) in Myanmar, aber lebe seit 27 Jahren in Asien.

    Das mit der Kleidung, Kurze Hose nach einem Bild, geht meiner Meinung nach überhaupt nicht, auch wenn es kurze Hosen zu kaufen gibt. Ich hab nur lange Hosen oder diese Longyis gesehen, ausser bei Sportaktivitäten und bei der Körperpflege. Heute bin ich mehrmals mit dem Bus gefahren und hab immer meine 100 Kyat (MMK) oder bei mehr als einer Haltestelle meine 200 Kyat (MMK) bezahlt. Busnummern hab ich übrigends auch nicht gesehen. Ich hab gefragt ob sie zu einer betsimmten straße fahren und es wurde mir mit ja oder nein geantwortet. man hat aber darauf geachtet, das ich rechtzeitig aussteige.

    Es hat zwar alle gewundert im Bus und die Menschen haben mich freundlich angelacht, warum wußte ich nicht, hab aber vermutet, daß Ausländer wirklich nicht Bus fahren (war immer der einzigste im Bus). Ich fahr schon immer Bus, wie überall in Asien.

    Verständigung ist unwahrscheinlich gut mit dem Englischen (manchmal gebrochen), weitaus besser als China, besonders in den Stadtbussen überraschte mich dies.

    Ich wohn in einem einfachen Hostel (US$ 17) mit gemeinsamer Dusche/WC. Verzichte also auf den Hotelluxus, jeder wie es möchte oder braucht.

    Auf der Straße beim Bummeln bin ich kein Exote, auch wenn die Menschen um mich herum freundlich Lachen (vielleicht seh ich auch nur komisch aus :) )

    Essen tu ich nur an kleinen schmuddeligen Eßständen (gebratenes Fleisch / Obst) an der Straße, hab aber meinen Magen bisher gut in der Kontrolle (keine Probleme).

    Ich kann nicht beurteilen wie es vor einem Jahr war. Einiges scheint sich aber geändert zu haben oder ich seh es mit anderen Augen.

Schreibe einen Kommentar