U-Bein-Brücke in Amarapura bei Mandalay, Myanmar

Mönch Nemela auf der Teakholzbrücke in Amarapura

Reisejahr: 2014

Die U-Bein-Brücke in Amarapura ist mit 1,2 km die längste Teakholzbrücke der Welt. Sie wird täglich von Anglern, Farmern, Mönchen und vielen anderen Menschen als Fuß- und Radweg über den See genutzt. Es kommen außerdem viele in- und ausländische Touristen her, um sich den Sonnenuntergang hinter den Holzpfählen anzuschauen.

U-Bein-Brücke in Amarapura
U-Bein-Brücke in Amarapura

schatten-u-bein-bruecke

Amarapura ist ca. 13 km von Mandalays Zentrum entfernt. Man kann wahlweise mit dem Fahrrad, Bus, Taxi oder Motorrad-Taxi hinfahren. Viele Taxifahrer bieten an, bei der Brücke so lange auf einen zu warten, bis man wieder zurück fahren möchte.

Da viele Touristen zur Brücke fahren, sind hier einige Stände mit Bildern und Andenken aufgebaut. Ein ziemlich perfider Stand ermöglicht es Touristen, Vögel freizukaufen. Man kann den Vogel dann selbst festhalten und in die Freiheit fliegen lassen. Unheimlich.

Handel mit der Freilassung gefangener Vögel
Handel mit der Freilassung gefangener Vögel

Auf der Brücke wurden wir (genau wie in Mandalay) von vielen Einwohnern angestarrt. Die Menschen sind sehr freundlich und interessiert an Ausländern. Einige wollten sich unbedingt mit uns fotografieren lassen. Wir waren erst ziemlich verwirrt, aber diesen Gefallen haben wir ihnen natürlich gerne getan. Hier sind ein paar Fotos von Personen, die wir auf der U-Bein-Brücke angetroffen haben.

Buddhistische Mönche auf der U-Bein-Brücke
Buddhistische Mönche chillen auf der Brücke
Ein Mönch fotografiert einen Fischer mit seinem iPad.
Ein Mönch fotografiert einen Fischer mit seinem iPad.
Fischer an der U-Bein-Brücke
Die Fischer stehen alle komplett bekleidet im Wasser.
Farmer mit Ochsen an der U-Bein-Brücke in Amarapura
Die Ochsen ziehen mit dem Farmer eine Bahn nach der anderen ab.
Noch ein paar Mönche
Noch ein paar Mönche
Zwei Mädchen mit Sonnenschirm
Zwei Mädchen mit Sonnenschirm

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Radfahrerin auf der U-Bein-Brücke

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Drei Mädchen auf der U-Bein-Brücke bei Sonnenuntergang
Die Sonne macht sich langsam auf den Weg.

Am Ende der Brücke blickt man auf eine riesige Buddha-Statue:

Buddha-Statue am Ende der U-Bein-Bridge
Buddha-Statue am Ende der U-Bein-Bridge
Die längste Teakholzbrücke der Welt bei Sonnenuntergang
Die Teakholzbrücke bei Sonnenuntergang

U-Bein-Brücke, Mandalay bei SonnenuntergangWährend ich diese Fotos machte, kam ein Mönch auf mich zu. Er heißt Nemela (in Lautschrift). Wie es mir schonmal im Ausland passierte, sprach dieser Mönch mich an, dass er Englischunterricht nimmt und die Sprache üben möchte. Wir haben uns ein bisschen unterhalten. Uns ist hier in Myanmar aufgefallen, dass manche Mönche orange, andere rot und wieder andere kirschrot gekleidet sind. Ich wusste nicht, was die Farbunterschiede zu bedeuten haben. Eine Überlegung war, dass die Mönche verschiedenen Orden angehören und dies durch die Farbe ihrer Kleidung kenntlich machen. Da ich jetzt im Gespräch mit einem orange gekleideten Mönch war, habe ich mal nachgefragt. Die Antwort war denkbar einfach: „We can choose.“ (zu deutsch: „Wir können es uns aussuchen.“)

Mönch Nemela auf der Teakholzbrücke in Amarapura
Nemela

Bevor wir wieder zurück nach Mandalay fuhren, gingen wir an einem Stand mit Gemälden vorbei. Eines der Lieblingsmotive der Einwohner ist „die Lady“ Aung San Suu Kyi.

Ein Gemälde der hochverehrten Aung San Suu Kyi
Ein Gemälde der hochverehrten Aung San Suu Kyi

Ein schöner Tag.

9 Kommentare

  1. Diese Marktstände, auf denen man Vögel »freikaufen« kann, gibt es wohl in vielen Ländern, z.B. in Thailand und in Mexiko. Allerdings habe ich gehört, dass die Vögel so trainiert sind, dass sie nach einer Weile zu den Verkäufern zurück fliegen, danach wieder in die Käfige gepackt werden und neu verkauft werden. Obwohl das natürlich unschön aussieht und man den Tieren helfen will, bringt es also überhaupt nichts, dafür zu bezahlen, weil sie nicht dauerhaft frei bleiben, sondern die selben Vögel immer wieder »verkauft« werden.

    1. Außerdem macht es natürlich keinen Sinn das Business-Modell zu unterstützen. Wenn keiner mehr kauft, wird es irgendwann auch nicht mehr angeboten.

  2. Alex sagt: Antworten

    Toller Artikel!

    Hatte der Mönch schon iOS 7?

    1. Vielen Dank :)

      Davon gehe ich aus.

  3. Die Brücke ist sehr schön, ich hab sie vor einem Jahr auf meiner Myanmarreise ebenfalls besucht. Allerdings gab es bei mir sehr viel mehr Wasser. Es war nicht möglich, die Pfähle im Trockenen zu sehen.

    Mir war der Trubel rund um die Brücke etwas zu gross. Person fand ich Innwa viel spannender. Dort konnte man all die Sehenswürdigkeiten ungestört „erobern“. Das fand ich super.

    1. So viele Touris waren gar nicht da, zumindest nicht aus dem Ausland. Es waren so einige inländische Touristen da. Viele davon fanden es jedoch spannender uns zu fotografieren, statt die Brücke :D

      Mich hat es auch verwundert, dass die Brücke zu einem großen Teil im Trockenen stand. Ich kannte ja nur die Bilder, in denen sich die Teakholzpfähle bei Sonnenuntergang im Wasser spiegeln.

      Versuche mir gerade Innwa bei Google anzusehen, aber das Internet ist so extrem langsam hier… vielen Dank für die Empfehlung.

  4. Nico sagt: Antworten

    Hi Lara,

    wie ich sehe, geht es Dir gut, natürlich warum auch nicht?! Du darfst ja schließlich reisen ;-)
    Ach ein frohes neues Jahr wünsche ich Dir natürlich auch noch!

    Die Geschichte mit den Vögeln ist mir auch bekannt, allerdings wusste ich nicht, dass es auch so große Vögel wie die Eulen hier sind.
    Das ist ja wirklich ganz schrecklich.
    Am Besten man geht nachts hin und lässt einfach alle Frei.
    Sollte das mit dem Training wirklich stimmen wäre das natürlich auch nicht zielführend, aber ein Versuch wert ;-)

    1. Ich lese das Fernweh deutlich heraus :D

      Frohes Neues Jahr, Nico!

  5. […] kleine Stadt Amarapura am Rande von Mandalay ist vor allem wegen der U-Bein-Bridge ein Anziehungspunkt für Touristen. […]

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