Bilder aus Bago, Myanmar

Mönche in Bago

Reisejahr: 2014

Ach Bago, schön dass wir hier sind. Endlich sind wir wieder in einem kleinen Ort in Myanmar. Sie gefallen uns sehr viel besser als die großen Städte. Bago ist 1,5 Bus-Stunden und 2.000 Kyat von Yangon entfernt. Man kann hier sehr gut eine Tagestour unternehmen oder ein bis zwei Tage bleiben. Letzteres haben wir gemacht. Hier gibt es ein paar Bilder.

Kyaung Pun Four Figures Paya

Direkt bei unserem Hotel ist die Kyaung Pun Four Figures Paya. Die vier Figuren sind riesige sitzende Buddhas.

Kha Khat Wain Kyaung Kloster

Bago ist ein kleiner Ort mit einer sehr hohen Dichte an Klöstern, Stupas und Tempeln. Wir waren heute Mittag im Kha Khat Wain Kyaung Kloster.

Mahazedi Paya

Der Grund, weswegen ich nach Bago fahren wollte, ist der liegende Buddha, der ohne Dach mitten in der Natur verweilt. Auf dieser Website habe ich gesehen, dass man von der Mahazedi Paya einen tollen Blick von oben auf den Buddha hat. (Man muss ein bisschen scrollen. Das Bild ist unter den Hochzeitsfotos.)

Elefantenfigur bei der Mahazedi Paya
Elefantenfigur bei der Mahazedi Paya

Vor der Pagode unterhielt ich mich mit einem Einheimischen auf Englisch. Ich fragte ihn, ob wir bis oben auf die Pagode steigen können. Seine Antwort war: „Ja, man kann bis ganz oben gehen. Aber Frauen dürfen nur bis zur Hälfte hochgehen.“ „Warum?“ „Das ist Myanmar-Kultur. Männer sind mächtig. Frauen sind weniger mächtig.“ Mit der Hälfte hat er stark übertrieben. Bereits nach der ersten Treppe standen wir vor diesem Schild:

Frauen verboten: Mahazedi Paya, Bago
Frauen dürfen hier nicht hoch.
Das ist der Ausblick, den wir von der Mahazedi Paya hatten. Die Kamera-Fee kann man sich schenken.
Das ist der Ausblick, den Frauen von der Mahazedi Paya haben.

Der liegende Buddha

Den liegenden Buddha haben wir trotzdem gesehen. Wir sind dann einfach näher dran gegangen.

 

Ein weiteres Kloster

Auf dem Weg kamen wir durch Zufall bei einem anderen Kloster vorbei und schauten mal rein.

Ein durch Zufall entdecktes Kloster in Bago
Ein durch Zufall entdecktes Kloster in Bago

Dieses Kloster steht nicht im Reiseführer. Wir merkten schnell, dass die Mönche hier keine Touristen gewohnt waren. Sie wurden ganz hibbelig. Einer sprach uns auf Englisch an und probierte die paar Sätze aus, die er konnte, etwa „Hallo, wo kommt ihr her?“. Wir durften uns in Ruhe im Kloster umschauen, wurden dabei aber die ganze Zeit angeschaut. Immer wenn wir zurück schauten, guckten die Mönche schüchtern weg. Die Gebetsrufe waren direkt vorbei und die konzentriert nebeneinander sitzenden Jungs wurden schnell zu einem lustig durcheinander wirbelnden Bienenschwarm.

Ein tropischer Stupa mitten im Kloster
Ein tropischer Stupa mitten im Kloster
Die Klöster in Bago sind total schön.
Die Klöster in Bago sind total schön.

Unterwegs in den Straßen von Bago

Und zum Schluss ein paar Eindrücke von den Straßen in Bago:

Ständig brennt es neben den Straßen von Bago. Maren geht davon aus, dass die Leute ihren Müll abfackeln.
Ständig brennt es neben den Straßen von Bago. Maren geht davon aus, dass die Leute ihren Müll abfackeln.

An den Seiten sieht man ständig Tiere und Müll und manchmal auch beides.

Rollschuh laufen ist vermutlich ein ganz neuer Sport in Myanmar oder es waren einfach nur Anfänger auf dem Platz. Alle Nase lang ist einer auf den Hintern geplumpst. Aber sie nahmen es mit sehr viel Humor.

Rollschuh-Fahrer in BagoBago, was für ein schöner kleiner Ort. Wir haben gut daran getan, nicht jede Sehenswürdigkeit „abzuarbeiten“, sondern ein paar schöne Orte herauszupicken und uns spontan Moped-Taxis zu nehmen. Morgen geht es schon wieder weiter. Unser nächstes Ziel ist Hpa-An, gesprochen Pa-an. Bye bye Bago <3

Bustickets aus Bago heraus

Bustickets in andere Städte bekommt man bei der Shwe Mingalar Bus-Station. Die Mitarbeiterin Kae Mar ist total sympathisch und spricht Englisch als hätte sie mal in einem englischsprachigen Land gelebt. Bustickets bekommt man zwar auch an anderen Stationen oder im Hotel. Aber dort wurden uns deutlich höhere Preise genannt.

5 Kommentare

  1. Hi Lara, das rote Zeug, das die Leute ausspucken, ist Betelnuss. Eine Droge, die auf Dauer auch schädigend auf das Zahnfleisch wirkt. Es bildet sich zurück und die Zähne fallen aus. Dasselbe Bild ist mir aus Sri Lanka bekannt. Die brennenden Haufen auf den Grundstücken und an den Straßenrändern kenne ich ebenfalls. Es ist tatsächlich Hausmüll. Leider wird hier alles verbrannt. Auch Kunststoff. Das stinkt atemberaubend…

    1. Vielen Dank für die Erklärung, Berit. Ich dachte, Betelnuss benutzt man zum Wäsche Waschen. Das, was sie kauen ist auf jeden Fall grün bevor sie es in den Mund nehmen. Meinst du da ist Betelnuss drin?

      Liebe Grüße nach Deutschland.
      PS: Falls du mal Lust hast, einen Beitrag über Sri Lanka zu veröffentlichen, sag Bescheid :)

  2. Liebe Lara, wir planen eine Reise nach und in Myanmar im Febraur 2014. Bago ist auf unserer Liste. Wr wollen gleich bei Ankunft am Flughafen in Yangon mit dem Bus weiter nach Bago. In welchem Hotel habt ihr übernachtet? Wie habt ihr gebucht? Wie seid Ihr angereist? Wir sind für jede Hilfe dankbar! LG Moni K

    1. Hallo Moni,
      danke für deinen Kommentar! Wir haben im Bago Star Hotel übernachtet, das wir per E-Mail gebucht haben. Hier findest du eine Übersicht aller Hotels, in denen wir auf unserer Myanmar-Reise waren. Dort ist auch die E-Mail-Adresse vom Bago Star hinterlegt, sowie eine kurze Rezension des Hotels und aller anderer unserer Unterkünfte.

      Wir sind mit dem Bus aus Yangon angereist. Die Fahrt hat 2.000 Kyat gekostet und 1,5 Stunden gedauert.

      Wenn du weitere Fragen hast, melde dich einfach nochmal!
      Eine schöne Zeit in Myanmar wünsche ich dir.
      Lara

  3. Wir sind erst nach dem Essen eingetroffen, weil wir die Mönche nicht beim Essen stören wollten.-sehr lobenswert, aber die mönche werden den unterschied zwischen 500 und 502 touristen , die beim essen fotografieren ,wohl kaum bemerkt haben.
    warum frauen nicht hinauf dürfen, ist auch klar, das blut würde den männern auf den kopf tropfen, tampons o ä kennt (oder kannte)man hier nicht. offenbar habt ihr vieles nicht gesehen in bago- den grossen mystischen buddhagarten, weit hinter der mahazedi-pagode,den riesigen palast, uva.
    trotzdem schöne fotos.

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