Yazd

Yazd Skyline

Yazd ist, so wird es uns im Bus von einem Perser geschildert, die exakte Mitte des Iran. Die Stadt ist etwa 4 1/2 bis 5 Busstunden von Isfahan entfernt. In Yazd gibt es, im Gegenteil zu allen anderen Städten, die wir im Iran besucht haben, eine für den Tourismus ausgebaute Infrastruktur. Sehenswürdigkeiten sind deutlich ausgeschildert. (Die Navigation in Yazd ist auch sonst einfach.) Es gibt diverse Touranbieter, Souvenirshops, Reisebüros oder auch eine »Bücherei« für Touristen, die sich als Buchladen mit Reiseführern herausstellt. Das ist schon etwas seltsam, denn so viele ausländische Touristen gibt es nicht im Iran, aber offenbar kommen die meisten davon nach Yazd. Da Yazd relativ klein ist, begegnen wir denselben Reisenden immer wieder.

Die Beliebtheit der Stadt ist nicht verwunderlich, denn in Yazd gibt es einige architektonisch interessante Bauten zu sehen. Außerdem ist die Wüstenstadt der perfekte Ort im Iran für Vegetarier oder Menschen, die gerne Gemüse essen. Hier bekommst Du eine Auswahl aus verschiedenen, einfallsreichen vegetarischen Gerichten. Das ist im Rest des Landes eher schwierig.

Vegetarische Küche im Restaurant auf dem Dach des Orient Hotels
Vegetarische Küche im Restaurant auf dem Dach des Orient Hotels

Jame Moschee

Die Jame Moschee ist in der Altstadt direkt neben dem Basar und diversen Unterkünften. Die vielen Teppiche in der Moschee laden nicht nur die muslimischen Einwohner zum Chillen ein. Hier tollen Kinder herum, während Erwachsene ein Pläuschchen halten.

Amir Chakhmagh

Amir Chakhmagh ist das Wahrzeichen von Yazd. Besonders in der Abenddämmerung ist die ehemalige Moschee schön anzusehen. Wer hier sitzt, ist nicht lang allein. An diesem Ort kommst Du schnell mit Einheimischen ins Gespräch. Uns werden auch aus dem nichts Getränke und Snacks angeboten. Falls Du in Yazd ankommst und noch eine Bleibe suchst, ist hier der richtige Ort um Couchsurfing-Kontakte zu knüpfen.

Amir Chakhmagh in der Abenddämmerung
Amir Chakhmagh in der Abenddämmerung

Auf den Dächern von Yazd

Diverse Teestuben und Restaurants bieten einen Blick über die Stadt an.

Yazd Skyline
Über den Dächern von Yazd: Die Skyline mit den Bergen im Hintergrund

Das Art House bietet nicht nur guten Tee und vegetarische Speisen, wie zum Beispiel Dal, sondern auch einen unheimlich schönen Blick über die Stadt. Wir haben es durch Zufall entdeckt. Andere Aussichtspunkte können sicherlich auch etwas.

Dach Art House, Yazd
Maren auf dem Dach vom Art House

Die Türme im Hintergrund (z.B. oben ganz rechts im Bild) sind die berühmten Windtürme, im Iran Badgir genannt. Yazd ist eine knallheiße Wüstenstadt, in der die Bewohner schon bevor es Strom gab, mit diversen Techniken für Abkühlungen gesorgt haben. Die Badgirs sind sozusagen traditionelle Klimaanlagen aus einer Zeit vor der Elektrizität.

Khan-e Lari (Traditional House)

Wer mal ein Badgir aus der Nähe sehen möchte, kann im Khan-e Lari von unten in einen Windturm hineinschauen.

Die Altstadt von Yazd

Die wesentliche Sehenswürdigkeit von Yazd ist aber die Altstadt im Ganzen.

Abseits der Altstadt

Abseits der Altstadt sind wir in tosend lauten Straßen unterwegs. Diese Straßen einen die Großstädte. Sie sind überall gleich. Wer sich von der Geräuschkulisse der Autos und Motorräder zu sehr ablenken lässt, verpasst jedoch die zufälligen Blickfänge des Landes.

In Yazd gibt es noch viel mehr Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Türme der Stille, der zoroastrische Feuertempel, Alexanders Gefängnis oder auch das Wassermuseum. Viele steuern auch von Yazd aus die Wüste an. Für uns geht es stattdessen am nächsten Tag weiter nach Shiraz und Persepolis.

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