Persepolis und Necropolis (Naqush-e Rostam)

Der Eingang des Militärs

Persepolis ist das einzige große Ziel im Iran, das wir uns bereits in Deutschland vorgenommen haben. Als wir in Shiraz ankommen, überlegen wir, dass wir uns mit anderen Backpackern zusammentun können, um die Fahrtkosten zu teilen. Wir wollen das aber nicht überstürzen, erstmal im Hostel gucken, wer sympathisch und dann weiterschauen. Es kommt aber, wie es im Iran typisch ist. Wir kommen im Hostel an. Direkt spricht uns ein Deutscher (Jo) an, dass er und sein persischer Freund (Danish) gerne am nächsten Morgen nach Persepolis fahren wollen. »Lasst uns kurz einen Tee trinken und das bequatschen.« Der Plan steht. Morgens um 7 Uhr treffen wir uns im Hof des Hostels und brechen auf. Danish, der Iraner, organisiert den Fahrer. Das Frühstück lassen wir aus.

Kosten im Überblick

Fahrt nach Naqush-e Rostam und Persepolis, sowie zurück zum Hostel für vier Personen (7 Stunden): 1.200.000 Rial (urspr. verhandelt: 3 Stunden für 700.000 Rial), p.P. 300.000 Rial

Eintritt Persepolis: 200.000 Rial, Naqush-e Rostam: 200.000 Rial, Guide in Persepolis für vier Personen: 600.000 Rial (p.P. 150.000 Rial)

Insgesamt: 850.000 Rial p.P

Eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser sind zu empfehlen. Der Guide in Persepolis lohnt sich!

Naqush-e Rostam (Necropolis)

In Necropolis befinden sich Gräber von vier achämenidischen Großkönigen. Die Grabkammern sind in dem Felsen. Um die Eingänge herum wurden aufwändige Reliefs in kreuzförmigen Einbuchtungen in den Stein gehauen. Auf dem Areal befindet sich außerdem ein würfelförmiger ehemaliger zoroastrischer Feuertempel.

Gegen 8 Uhr erreichen wir Naqush-e Rostam. Niemand ist hier, außer einer Horde Schafe und vier Frühaufstehern. Ein beeindruckender Ort. Die Atmosphäre eines solchen Ortes für sich alleine zu haben, ist unbeschreiblich.

Persepolis

Dareios I. gründete 520 v. Chr. Persepolis, eine der Hauptstädte des alten Perserreiches. Perepolis bedeutet »Stadt der Perser«. Als die Stadt an ihren heutigen Ort gelegt wurde, wurde zunächst eine 50 ha große Terrasse errichtet. Darius I., Xerxes und ihre Nachfolger ließen 14 Gebäude auf dem Areal errichten. Da Alexander der Große 330 v. Chr. in Persepolis einmarschierte und die Paläste zerstörte, sind heute nur noch ihre Ruinen zu besichtigen. Teile von Persepolis sind in Museen ausgestellt. Das ganze Areal und seine Mystik gibt es aber natürlich nur hier. Wer einmal schauen möchte, wie die Stadt der Perser vor dem Einmarsch von Alexander dem Großen aussah, kann hier und hier einen Einblick gewinnen. Persepolis und Necropolis sind die beeindruckendsten archäologischen Fundstücke, die ich mir bisher angeschaut habe.

2 Kommentare

  1. Hallo Lara,
    Du hast einen sehr schönen und anregenden Artikel geschrieben! Es scheint, dass Du Alexander nicht so recht leiden kannst :-) Gruß Hanns

    1. Lieber Hanns,
      vielen Dank für deine netten Worte. Bin gespannt, ob Du auch mal in den Iran reisen wirst.

      LG
      Lara

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