Backpacking in Indien: 8 Reiseblogger berichten von ihren interessantesten Zielen

Frederike und Guy mit ihren Fahrrädern in Indien

Ich lese viel über Indien, sehe Filme über das Land und esse am liebsten indisches Essen. Dennoch bin ich noch nie dort gewesen. Indien ist ein unheimlich spannendes Land, so riesig, vielfältig und überflutet von einer Kultur, die mit der europäischen wenig gemeinsam hat.

Deswegen habe ich ganz unterschiedliche Reiseblogger nach ihren besten Zielen in Indien gefragt. Meine Fragen waren:

  1. Egal ob Stadt, Sehenswürdigkeit, Tempel, Berg oder Fluss: Welche sind deine Top 3 Destinationen in Indien?
  2. Bitte verrate mir deinen wichtigsten Tipp für eine Reise nach Indien (z.B. bzgl. Kleidung, beste Reisezeit, Gefahren, auf die man sich einstellen sollte usw.)

Hier kommen die Antworten. Es sind viele spannende Ziele und Reisetipps zusammengekommen.

Siola von Quadratur der Reise ist alleine durch Indien und um die Welt gereist

Eindrücke von Siola in Indien
Eindrücke von Siola in Indien

Siolas Top 3:

  1. Wer die Chance hat, im Februar in Indien zu sein, sollte versuchen die Mela – die größte religiöse Veranstaltung der Welt – zu besuchen. Sie findet jährlich im Wechsel an verschiedenen Orten statt. Ich hatte 2012 das Glück zur Kumbh Mela zu gehen. Sie findet nur alle 12 Jahre statt. Ob Alte, Blinde oder Kinder – am Haupttag dieser Versammlung pilgerten 10 Millionen Menschen nach Allahabad um sich im Ganges von ihren Sünden rein zu waschen. Diese Menschenmassen, dieser starke Wille, dieser tiefe Glaube – das ist eine Erinnerung, die sich auf Ewigkeit in die Hirnrinde brennt.
  2. Einer der friedlichsten Orte im lärmenden, chaotischen Indien ist wahrscheinlich Rishikesh. Hier am Fuße des Himalaya führt der Ganges noch klares Wasser. Und der Ort wirkt wie ein Sieb, mit dem man als Kind im Sandkasten die Steinchen aus dem Sand gefiltert hat. Zwei Wochen in einem der vielen Ashrams hier sind Herausforderung und Kur zugleich. Meditation, Yoga, Lesen in der Bibliothek, ein strenger Tagesrhythmus – nach den Wochen im Ashram sind so manche Steinchen aus dem Kopf herausgefiltert und die Prioritäten und Ziele liegen so klar vor einem wie das Wasser am Ursprung des Ganges.
  3. Das Taj Mahal steht wohl auf jeder Liste eines Indien-Reisenden. Nach zwei Monaten in denen du quer durch Indien gereist bist, dich an Orte begeben hast, von denen du nicht geträumt hättest, dass sie existieren und vor allem dass du sie ohne Schaden überstehst, ist das Taj Mahal eine Fata Morgana, die du nicht missen solltest. Wie ein Gemälde in den Himmel gepinselt, stehst du fassungslos inmitten all der Touristen und fühlst dich belohnt für all die Strapazen in dreckigen Zügen, kräftezehrenden Verhandlungen mit kopfwiegenden Rikschafahrern und Alltag gewordenen Magenproblemen.

Siolas wichtigster Tipp für deine Reise nach Indien:

Indien ist ein Land, auf das du dich nur schwer vorbereiten kannst. Regeln, die in jedem anderen Land gelten, sind hier außer Kraft gesetzt. Wer nach Indien reist, sollte ein Auge für die Schönheit im Unerwarteten mitbringen, bereit sein, das Bauchgefühl als Kompass für die ungewöhnlichsten Situationen zu aktivieren und eine gute Portion Selbstbewusstsein und Gleichgültigkeit gegenüber den gern starrenden Indern mitbringen. Durch Indien reist du am Besten zu zweit, denn das Planen und Organisieren raubt einem oft die Kräfte. Wenn du drei Tage brauchst, um endlich ein Zugticket in den nächsten Ort zu ergattern, macht das mürbe. Hinzu kommen zwangsläufig regelmäßige Magenprobleme und Nächte in denen du morgens um drei Uhr vom Nachtbus im Nirgendwo ausgespuckt wirst und dir 12 neugierige Rikschafahrer mit Händen und Füßen erklären, dass der Anschlussbus wohl bald an der Hauptstraße des Ortes einfährt. Das alles zu zweit zu meistern, macht das Reisen sicherer und entspannter.

Frederike und Guy von A Bike Journey sind mit dem Fahrrad durch Südindien gefahren

Frederike und Guy mit ihren Fahrrädern in Indien
Frederike und Guy mit ihren Fahrrädern in Indien

Frederikes und Guys Top 3:

  1. Tee-Plantagen in Munnar: Die terassenförmig angelegten Teeplantagen in Munnar sind wunderschön, vor allem mit dem Fahrrad kannst du die Landschaft so richtig geniessen – wenn dir ein paar Berge nichts ausmachen!
  2. Kerala: Von entspannten Stränden, Bootstouren auf den Flüssen und Tanzvorführungen hat Kerala jedem etwas zu bieten. Auf dem Fahrrad war es sehr abwechslungsreich, und es gab unterwegs viele Restaurants und Hotels, so dass es eine entspannte Strecke war.
  3. Meenakshi Tempel in Madurai: In den Tempeln in Südindien wandern oft auch Elefanten und Kühe herum. Ein farbenfrohes Spektakel, vor allem in Madurai wo der Tempel im Herzen der Stadt jeden Tag Tausende von Pilgern anzieht.

Frederikes und Guys wichtigste Tipps für deine Reise nach Indien:

Indien ist ein tolles Land zum Radfahren, aber nur wenn du abseits der Hauptstraßen fährst. Die kleinen Strassen zwischen den Dörfern sind am entspanntesten und auch am interessantesten, da die Leute dort neugierig und generell sehr freundlich zu Touristen sind. Allerdings brauchst du unbedingt einen Rückspiegel am Fahrrad, da du im indischen Verkehr auch hinten Augen haben musst.

Es gibt in Indien 18 offizielle Sprachen, und es freut die Leute sehr, wenn du zumindest ein paar Worte der Lokalsprache lernst. Außerdem ist es für die wortlose Verständigung sehr nützlich, die Kunst des Kopfwackelns zu lernen. Diese indische Geste hat uns jedenfalls viel Spaß gemacht und auch zu einigen Freundschaften geführt.

Anika von ani denkt war in Nordindien, Mumbai und Goa

Ani im Fort von Jaipur, Rajasthan
Ani im Fort von Jaipur, Rajasthan

Anikas Top 3:

Ich war nur im Norden Indiens, Mumbai und Goa unterwegs, daher beziehen sich meine Tipps lediglich auf diese Regionen:

  1. Der goldene Tempel von Amritsar – das ist die wichtigste Pilgerstätte der Sikh und er ist wirklich umwerfend. Tausende Menschen laufen pro Tag um diesen Tempel herum, von drinnen erklingen meditative Gesänge. Es gibt außerdem eine riesige Garküche, wo allein auf Spendenbasis für jeden, der möchte, kostenlos ein Essen bereitgestellt wird. Auch kannst du im Tempel schlafen, wenn du kein Geld hast, eine Unterkunft zu zahlen.
  2. Mumbai – ich liebe Mumbai. Die Stadt verbindet indisches Chaos und Tradition mit der Moderne, hier gibt es junge Frauen in Jeans, die Iced-Coffee trinken, aber auch typische Straßenstände mit super leckerem Essen, viel Kunst und Kultur. Ein Besuch im Dharavi-Slum, einer der größten Slums Asien, ist ebenfalls einen Abstecher wert. Vorsicht: Keine Fotos machen, höchstens, wenn die Leute dort ihr „Okay“ geben!
  3. Der für mich schönste Strand in Goa ist der Agonda Beach. Er ist lange nicht so überlaufen, wie sein Nachbarstrand Palolem und es gibt trotzdem eine riesige Auswahl an Unterkünften. Zu empfehlen sind die beach huts direkt am Strand.

Anikas wichtigste Tipps für deine Reise nach Indien:

  • Kleidungstechnisch kannst du für den Strand Bikinis und Shorts einpacken, jedoch für Tempel und jegliches Sightseeing auf jeden Fall ein paar leichte Langarm-Shirts, damit im Zweifelsfall die Schultern bedeckt sind und du auch vor der Hitze geschützt bist. Alle Kleider und Röcke sollten über das Knie gehen – du siehst zwar viele Backpackerinnen, die freizügig angezogen sind, dies wird aber eher missbilligend hingenommen und es scheint mir in so einem Land einfach respektlos.
  • Manche Inder nutzen die Leichtgläubigkeit der Touristen aus, die sich für den Glauben und die Spiritualität interessieren. Bevor du einen Ort besuchst, ist es ratsam, die Touristenfallen im Reiseführer nachzulesen. Wenn du ohne reist, dann einfach aufs Bauchgefühl hören, sprich: Kein Ort ist „heilig“, wenn du zum Spenden gedrängt wirst (auch körperlich!) oder dir eingeredet wird, du würdest durch das Missachten von Regeln und Spenden einen Ort entweihen.
  • Generell habe ich mich in Indien sehr sicher gefühlt und wurde nie beäugt, wenn ich mit iPhone oder Spiegelreflex herumgelaufen bin. Im Gegenteil, die Inder lieben es, sich mit auf Fotos zu stellen. Trotzdem gilt: Immer die Augen offen halten. Wenn du auf der Straße in ein Gespräch verwickelt wirst, darfst du dich gut und gerne darauf einlassen, aber es ist wie in allen anderen Ländern Asiens: Wenn du die Augen offen hältst und deine Sachen immer wieder checkst, kann nichts passieren. Die Inder sind unglaublich harmonisch und gönnerhaft.

Stefan von Faszination Südostasien ist gerade von seiner zweiten Indienreise zurück

Stefan in einem Indischen Restaurant
Stefan in einem Indischen Restaurant

Stefans Top 3:

  1. Gerade erst vor wenigen Monaten besuchte ich den Kanha Nationalpark und nahm dort an mehreren Safaris teil. Dabei habe ich unter anderem zwei Tiger und einen Bären in freier Wildbahn gesehen. Das war traumhaft und ich wäre gerne noch länger geblieben.
  2. In der Metropole Mumbai hat es mir ebenfalls sehr gut gefallen. Es gibt dort so viel zu entdecken und am Ende des Tages kannst du am Chowpatty Beach den Sonnenuntergang genießen.
  3. Jodhpur ist die zweitgrößte Stadt in Rajasthan und wird wegen der vielen blaugestrichenen Häuser in der Altstadt auch Blue City genannt. Vom Meherangarh Fort hast du eine super Aussicht. In den engen Gassen drum herum herrscht entspannte Atmosphäre. Die Abende verbringst du in einem der Dachrestaurants mit Blick auf die Festung.

Stefans wichtigster Tipp für deine Reise nach Indien:

Das ist jetzt vielleicht ein ungewöhnlicher Tipp zum Thema Backpacking, aber er lautet: Spare nicht zu viel bei den Unterkünften! Abgesehen vom teuren Mumbai kannst du fast überall sehr preiswert wohnen. Das beginnt schon bei zwei bis drei Euro pro Nacht. Doch bedenke: Indien ist anstrengend. Wenn du den ganzen Tag in Städten unterwegs bist, dir Tempel anschaust und die unfassbar vielen Eindrücke aufnimmst, bist du froh, einen Rückzugsraum zu haben. Daher solltest du dir ein Zimmer suchen, in dem du dich gerne aufhältst. Ein Raum, in dem du auch mal einen halben Tag Pause vom Lärm und der Hektik machen kannst und keine müffelnde Besenkammer. Die meisten Hotels in der Kategorie um die 15 bis 20 Euro bieten ein phantastisches Preis-/Leistungsverhältnis. Dafür würdest du in Europa locker das Dreifache zahlen. Daher gönn dir was und es wird dir in Indien besser gehen.

Jasmin von Mira Mireau ist alleine mit dem Rucksack durch Indien gereist

Jasmin vor der Wüste von Jaisalmer
Jasmin vor der Wüste von Jaisalmer

Jasmins Top 3:

Meine Eindrücke von Indien sind sehr vielfältig, daher wird es nicht einfach meine 3 Top Destinationen zu nennen. Jede Region, jede Stadt, nein jede Straßenecke warf ein vollkommen anderes Bild auf das eindrucksvolle Land.

Ich wage trotzdem einen Versuch:

  1. Hampi: Die gigantische Felsenlandschaft, gepaart mit umwerfenden Tempelanlagen, so wie den überwältigendsten Sonnenuntergängen, sorgte für mich für ein einmaliges wahres Wohlfühlen in diesem sonst so hektischen Land.
  2. Goa: Freiheit ist für mich mit Goa gleichzusetzen.
  3. Varanasi: Ich bezeichne mich nun selbst als verrückt und kann nicht ganz glauben, dass ich diese Stadt wahrhaftig aufs Papier bringe, aber nun ja. Ich habe die schlimmsten Tage meines Lebens als Backpacker in dieser Stadt verbracht, kurz vorm Wahnsinn, kurz vorm Abbruch, kurz vorm Ende. Dennoch, es ist dieses Gefühl in mir drin, das mir sagt, dass ich zurück muss. Ich glaube das lässt sich nur auf spiritueller Ebene erklären und würde den Rahmen meiner kurzen Antwort sprengen.

Jasmins wichtigster Tipp für deine Reise nach Indien:

Solltest du eine Frau sein und vor haben alleine zu reisen, sei darauf eingestellt, dass es schrecklich wird!

Tut mir leid, aber das wird es. An vielen Tage zumindest. Die schönen Momente, und die wird es auch geben, wirst du dafür um so mehr zu schätzen wissen. Du wirst es trotzdem lieben, keine Angst. Indien ist eben nun mal wahnsinnig. Wahnsinnig aufregend!

Kurze Anmerkung von mir: Jasmin hat ihre Eindrücke als allein reisende Frau in Indien aufgeschrieben. Hier findest du ihren Artikel: Ist eine Reise nach Indien sicher für Frauen?

Thomas schreibt die Blogs Mit dem Motorrad nach SO-Asien und Asien per Motorrad

Mit diesem Motorrad ist Thomas quer durch Süd-Europa und Asien gefahren.
Auf diesem Motorrad ist Thomas quer durch Süd-Europa und Asien gefahren.

Thomas‘ Top 3:

  1. Amritsar: Goldener Tempel und „Waga Border“ mit der Grenzschließungszeremonie
  2. Agra mit dem Taj Mahal: sehr touristisch aber es ist wirklich extrem beeindruckend
  3. Varanasi: Die Stimmung dieser „Heiligen Stadt am Ganges“ insbesondere am Morgen musst du erlebt haben.
Thomas in Agra
Thomas in Agra

Thomas‘ wichtigste Tipps für deine Reise nach Indien:

  • Indien ist das dreckigste Land, in dem ich je war.
  • Indien ist das vollste Land, in dem ich je war.
  • Indien ist das Land mit den meisten Widersprüchen, in dem ich je war.
  • Indien hat den mit weitem, weitem Abstand schlimmsten Straßenverkehr aller Länder in denen ich je war (sollte jemand dort selbst fahren wollen).
  • Inder sind gut gekleidet – sei es auch!
  • In Indien geht oft der Strom aus, sichere Deine Mails beim Schreiben!
  • Indien ist weniger spirituell, als man denkt, eher ist es gewalttätig … und schon gar nicht ist es ein sicheres Reiseland!

Michael und Martina waren zwei Mal in Indien, einmal mit dem Fahrrad und einmal mit dem Bus und zu Fuß.

Michael beim Wandern in Indien
Michael und Martina bei einer Wanderpause

Michaels und Martinas Top 3:

Wir waren zwei Mal in Indien, einmal mit dem Rad (Südindien einmal quer rüber und im Kreis zurück) und einmal mit dem Bus und zu Fuß.

  1. Madurai Tempel in Madurai: Einer der vielen wunderschönen Tempel Indiens. Hier kannst du ziemlich unauffällig am Tempelgeschehen teilnehmen und es gut beobachten.
  2. Bodi Hill Forest: Eine bergige Ecke im Süden Indiens. Verschiedene Nationalparks mit Chance (aber geringer Wahrscheinlichkeit) auch Tiger und andere Tiere zu sehen. Affen siehst du immer – z.B. wenn sie dir gerade die Banane aus der Lenkertasche klauen…
  3. Cochin: Hauptstadt von Kerala und Ausgangspunkt für Boottrips in die Blackwaters – das Küstengewasser Keralas.

Aber Indien ist riesig und es gibt noch weitere 1000 tolle Orte.

Michaels und Martinas wichtigste Tipps für deine Reise nach Indien:

  1. Nichts ist wie Indien – trotzdem ist der beste Tipp, vorher schon in anderen, auch armen, Ländern gewesen zu sein. Die Schere zwischen Arm und Reich ist riesig; das musst du aushalten.
  2. Du bist nie allein, nie. Selbst in entlegenen Ecken triffst du immer auf freundliche Menschen. Mit einem Lächeln kannst du die Sprachbarrieren prima umschiffen.
  3. Vorher schauen, wann der Monsun wo erwartet wird – und damit rechnen, deshalb die (Rad-)Route umzubauen.
  4. Für Frauen: Lange Hosen und „züchtig“ angezogen – wenn du mit dem Rad unterwegs bist. Die Städte sind europäischer. Auch für Männer gilt: Lange Hose ist gut, enge Radhosen werden gern gestreichelt…

Manu und Mario von Ab Geht Es waren Ende 2013 in Indien

Manuela und Mario 2013 in Indien
Manuela und Mario 2013 in Indien

Manus und Marios Top 3:

Gar nicht so einfach ;)

  1. New Delhi: Für viele ein Moloch oder das perfekte Chaos aus Elendsvierteln, Menschenmassen und hoffnungslos verstopften Straßen. Für uns der mit Abstand beste, aber auch härteste Einstieg für eine Weltreise. So sehr die Stadt auch nach Urin, Müll und Abgasen stinkt, uns hat sie viel gelehrt und dafür lieben wir sie :) .
  2. Golden Temple in Amritsar: Einer der wenigen Orte in Indien, wo absolute Stille herrscht. Mit Stille meinen wir keine Hupgeräusche, kein nervtötendes Handyklingeln, kein Hauen und Stechen. Ein magischer Ort, welcher, wenn auch nur für einen kurzen Moment das Chaos vergessen lässt.
  3. Taj Mahal: Wir lassen das Wahrzeichen bewusst auf dritter Stelle, obwohl es auch durchaus den ersten Platz verdient hätte. Allerdings musst du sehr früh kommen, um die wenigen Minuten in „Einsamkeit“ genießen zu können und damit meinen wir wirklich sehr, sehr früh! Die Zeit zwischen 5 – 6 Uhr morgens ist die Beste für den Taj Mahal. Dann sind nur wenige Touris unterwegs, aber noch wichtiger: die Einheimischen schlafen noch. Und bei der unglaublichen Bevölkerungsrate von 1,3 Milliarden hatten wir das Gefühl, dass Indien absolut keinen westlichen Tourismus braucht ;) .

Manus und Marios wichtigste Tipps für deine Reise nach Indien:

Kleidung: Grundsätzlich gelten für beide Geschlechter unserer Meinung nach lange Hosen und statt Tops auf T-Shirts umsteigen. Kurze Hosen werden zwar toleriert, allerdings sehen viele Inder Europäerinnen oder generell westliche Frauen als leichte Beute an. Dadurch werden sie noch einen Tick aufdringlicher und dann hilft auch nicht die männliche Begleitung.

Außerdem besuchst du viele heilige Stätte und hier kommst du um die langen Hosen sowieso nicht herum. Ein Schal sollte auch immer dabei sein. Mir persönlich, als blonde Frau hat dieser sehr oft geholfen, speziell in abgelegenen Stadtteilen, Dörfern etc.

Reisezeit: November ist für den nördlichen Teil definitiv die beste Jahreszeit. Tagsüber herrscht eine angenehme Temperatur zw. 20 – 25°C. Nachts und in den frühen Morgenstunden kann es dann auch richtig frisch werden. Ein angenehmer Schlaf ist also sicher :) .

Gefahren: Grundsätzlich gilt alles doppelt und dreifach hinterfragen, nicht leichtgläubig sein, skeptisch hinterfragen, wenn nötig andere Reisende aufhalten. Ignorieren ist das oberste Gebot, so hart es klingt speziell auf Bahnhöfen bist du schnell von nervigen Anbietern (Touren, Rikscha etc.) umzingelt, nicht in unnötige Gespräche verwickeln lassen, schnurstracks und sicher durchlaufen, ein ruhiges Plätzchen suchen und erst dann langsam Angebote aussuchen. Schmuck zu Hause lassen. Und last but not least auf dein Gefühl verlassen. Du wirst immer wieder in Fallen tappen, aber auch das gehört zum Indien-Trip dazu ;) .

 

Von mir gibt es ein großes Dankeschön an alle Reiseblogger, die mitgemacht haben! Es sind viele tolle Tipps und Ziele zusammen gekommen.

Warst du schonmal in Indien? Welche Eindrücke hast du mit nach Hause genommen?

4 Kommentare zu »Backpacking in Indien: 8 Reiseblogger berichten von ihren interessantesten Zielen«

  1. Hallo Lara!
    Hat mich sehr gefreut mitmachen zu dürfen!
    Wunderbar, wie viele verschiedene Ziele genannt wurden, das spricht für Indien!
    Liebste Grüße
    Jasmin

  2. […] apropos Indien: Lara hat sieben Reiseblogger nach ihren Tips für Indien befragt. Auch sehr […]

  3. Ein toller Artikel. Schade, dass du kein Kontaktformular auf deiner Seite hast….

    1. Hallo Marvin,
      vielen Dank :) Meine Kontaktinformationen sind im Impressum.

      LG
      Lara

Schreibe einen Kommentar